250 Unfälle im Bereich der Inspektion - Lasermessungen und Alco-Tests
"Auf sehr niedrigem Niveau"

Lokales
Oberviechtach
21.05.2015
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"Die vornehmste Aufgabe der Polizei ist es, Straftaten zu verhindern", sagte PI-Chef Hans Kiesl beim Sicherheitsgespräch unter dem Punkt "Präventionsarbeit". Er machte den fünf Bürgermeistern das Angebot, gemeinsam Informationsveranstaltungen zu den Themen Drogen, neue Medien oder Einbruchsicherheit zu organisieren.

In seiner Kriminalstatistik hatte Kiesl zuvor auch die Häufigkeitszahlen, gerechnet auf 100 000 Einwohner, genannt: PI Oberviechtach 2398; Oberpfalz 4531; Bayern 5164. "In Oberviechtach kann man sicher und ruhig leben", lautete das Fazit des Inspektions-Leiters, der ein gut bestelltes Haus hinterlässt.

Leichter Anstieg

Das Unfallgeschehen 2014 im Bereich der Inspektion beleuchtete Polizeihauptmeister Karlheinz Senft. "Wir sind auf einem sehr niedrigen Niveau, aber jeder Verletzte ist einer zu viel", lautete dessen Einschätzung. Mit 250 Unfällen (2013: 239) gab es einen leichten Anstieg um fünf Prozent. Senft berichtete von 178 Kleinunfällen (Sachschaden mit Verwarnung), davon waren 114 Wildunfälle. Ebenfalls nur Sachschaden, aber mit Geldbuße bzw. Straftat, gab es bei 34 schwerwiegenden Unfällen.

Zwei Schulwegunfälle

Bei 38 Unfällen wurden Personenschäden gemeldet; es gab 15 Schwerverletzte (mindestens 24 Stunden stationär eingeliefert) und 43 Leichtverletzte. Verkehrstote gab es 2014 ebenso wie in 2013 keine. Senft berichtete von zwei Schulwegunfällen. Während sich in einem Fall ein Kind die Hand in der Bustüre einzwickte, wurde in einem weiteren Fall ein Schüler beim Aussteigen von einem Auto erfasst. Die Inspektion erfasste 30 Unfallfluchten, wovon nur 9 geklärt werden konnten. Zwei Unfallverursacher standen unter Alkoholeinfluss; Drogen waren nicht ursächlich. "2014 gab es keinen Unfallschwerpunkt", berichtete der Polizeihauptmeister. Interessant für die Bürgermeister war die Aufschlüsselung der Unfälle nach Gemeinden. So krachte es in Oberviechtach 133 Mal (28 Verletzte und 23 schwerwiegende Sachschadenunfälle). Von den 15 Unfallfluchten im Stadtgebiet wurden nur 6 aufgeklärt. Unfallzahlen fürs VG-Gebiet: Gleiritsch 13, Niedermurach 28, Teunz 44 und Winklarn 32. Auf Platz eins der Hauptunfallursachen landete 2014 das Nichtbeachten der Vorfahrt. Senft berichtete von Maßnahmen im Verkehrsdienst. So ordneten die Beamten 13 Blutentnahmen (davon zwei nach Drogenfahrten) an. Es gab 219 Alkohol-Tests, und in 8 Fällen wurde eine Trunkenheitsfahrt verhindert, da die Polizisten den Fahrzeugschlüssel sicherstellten.

Fahranfänger

"Die Lasermessungen der Inspektion fruchten", informierte Senft und nannte 160 Einsatzstunden des Geschwindigkeits-Handmessgeräts. Die meisten Unfälle (34 Prozent) verursachten die Fahranfänger (18 bis 24 Jahre), während die Senioren (ab 65) nur mit zehn Prozent beteiligt waren. Auch für Karlheinz Senft ist die Prävention wichtig. Er engagiert sich bei Schulwegtraining und Fahrradausbildung in Schule und Kindergarten.
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