"Abenteuerer der Kunst"

Hans Kistler umrahmte die Vernissage musikalisch mit seinem Saxofon.
Lokales
Oberviechtach
14.10.2015
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Fünf Bildhauer, die alle die Fachschule für Holzbildhauerei in Bischofsheim besucht hatten, stellten auf Initiative von Alfred Tragl eine Ausstellung zusammen, die nicht nur wegen ihrer Vielfalt herausragend ist. Sie zeigt - dass bei gleichen Wurzeln - jeder seinen eigenen künstlerischen Weg beschritten hat.

"Ein wesentliches Ziel dieses Museums ist, möglichst vielen Formen künstlerischen Schaffens ein Forum zu bieten", hob Siegfried Bräuer in Vertretung des Museumsleiters bei der Begrüßung der Gäste, die zur Vernissage der Ausstellung "Fünf Freunde - Alfred Tragl und seine Freunde" ins Kulturzentrum der Marktmühle gekommen waren, hervor.

"Fünf Freunde"

Im Namen der "Freunde der Kunst" als Veranstalter sprach die Vorsitzende Monika Krauß. Sie verglich den Titel der Ausstellung mit den Büchern "Fünf Freunde" von Enid Blyton, in denen so manche Abenteuer auf der Schatzinsel bewältigt wurden. Als "Abenteurer der Kunst" begrüßte sie die Hauptakteure, die "jeden Tag aufs Neue die Herausforderungen des jeweiligen Materials annehmen und daraus etwas Schönes schaffen". Sie dankte Alfred Tragl für die Organisation der bemerkenswerten Ausstellung sowie Theresia Bauer und den Mitarbeitern des Museums für die tatkräftige Unterstützung.

Mit Saxofon begleitet

Besonderer Dank galt auch Hans Kistler, der den Abend mit seinem Saxofon musikalisch mit anspruchsvollen Werken umrahmte und damit zu einem "Gesamtkunstwerk" beitrug. Die fünf Künstler, die eine enge Freundschaft verbindet, stellte Klaus Habl vor. Die Werke des einheimischen Künstlers Alfred Tragl, die mit der Volkskunst und der religiösen Tradition des Oberpfälzer Raums verbunden sind, lassen seine ureigene Handschrift erkennen. Er verlässt aber auch eingefahrene Bahnen und schafft herausragende Kunstwerke aus Holz, wobei seine Masken an die Schlichtheit der Kunst primitiver Völker erinnern.

In vielen Privathäusern, aber auch in der Pfarrkirche, im Rathaus sowie in weiteren öffentlichen Gebäuden sind seine Kunstwerke vertreten. Peter Lorenz-Emmert lernte zunächst Werkzeugmacher und war nach dem Besuch der Meisterschule für Steinbildhauer ein Jahr lang als Lehrer an seiner ehemaligen Schule in Bischofsheim tätig. Seine Werke sind geprägt vom Fräsen, Schweißen, Drehen von Metall und Verbiegen von Eisen. Kurt Grimm hat als freischaffender Bildhauer in Unterfranken zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum gemacht.

Er reduzierte die Figur zur reinen Form immer mehr, letztendlich genügt ihm der Ring als Grundform. Michael Heide begann als Möbeltischler und hat als freiberuflicher Bildhauer die Präsentation seine aktuellen Keramiken in den Mittelpunkt gestellt.

Sekt und Häppchen

Auch bei seinen Holzplastiken spielt die Oberflächengestaltung eine herausragende Rolle. Josef Ollmann, gelernter Holzschnitzer, hat sich auch immer mehr auf grafische Arbeiten spezialisiert. Er bearbeitet aber auch Natursteine und kombiniert Holz und Mineralien. Anschließend lud Habl ein, die Kunstwerke bei Sekt und Häppchen zu betrachten.
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