Abschied von der "Wüstentour"

Gruppenfoto mit Rosen und Zeugnismappe: Die 81 Abiturienten sind stolz auf ihre Leistung. Auch die Schulleitung (Mitte) freut sich über den Erfolg des 43. Jahrgangs am Ortenburg-Gymnasium. Bilder: Portner (2)
Lokales
Oberviechtach
26.06.2015
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Die kleinste Gemeinde des Landkreises "ganz groß": Mit einer glatten Eins baute Philipp Zilk aus Weiding sein Abitur am Ortenburg-Gymnasium und auch Daniela Horn (1,4) ist unter den sieben Besten. Bei der Entlassfeier strahlten gestern aber alle 81 Abiturienten um die Wette.

Den Ehrenpreis der Schule, eine Glas-Plastik, erhielten für ihre hervorragende Leistung auch Florian Bindl aus Tännesberg (1,1), Anna Rustler aus Oberviechtach (1,3), Sebastian Winkler aus Teunz (1,3), Julia Veitenhansl aus Schönsee (1,4) und Laura Schreiber aus Oberviechtach (1,5).

Bildungselite

Doch zuvor gab es Ansprachen und die Big Band unter der Leitung von Daniela Schmidhuber glänzte mit "Chattanooga Choo Choo" und "Sir Duke". Oberstufenkoordinator Georg Lang begrüßte Ehrengäste, Eltern und die Schulfamilie. "Der Wüstenzug ist zu Ende. Ihr habt das Ziel geschafft, für einzelne vielleicht ,schleierhaft', wie es der Titel der Abizeitung suggeriert", wandte sich Lang mit launigen Worten an den Abschlussjahrgang 2015. "Ihr seid die Bildungselite unserer Jugend", lobte der stellvertretende Landrat Joachim Hanisch. Er appellierte: "Kommen Sie wieder zurück in unseren Landkreis, damit das Wissen unserem Raum nicht verloren geht!"

Christa Zapf, stellvertretende Bürgermeisterin aus Oberviechtach, gratulierte auch im Namen der anwesenden Amtskollegen aus Niedermurach, Teunz, Moosbach, Gleiritsch, Winklarn und Tiefenbach. Elternbeiratsvorsitzender Hans Steinsdorfer überreichte an 24 Jugendliche ein Geschenk für besonderes Engagement und beglückwünschte alle Absolventen: "Wir sind stolz auf Euch!"

Ulrich Wohlgemuth warb um eine Mitgliedschaft im Förderverein "Die Ortenburger" und damit um eine weitere Verbundenheit zum Gymnasium. Schülersprecher Thomas Richthammer griff die "Wüstentour" auf: "Es stand eine Klausur nach der anderen an, das brachte schon mal auf die Dattelpalme." Zum Herunterkommen hätten die Klassenfeiern beigetragen. Auf viele Ereignisse seit dem Start 2007 ging Ann-Kathrin Baier in ihrer Abiturrede ein und skizzierte die "achtjährige Wanderung durch die Wüste". Sie dankte Eltern, Lehrern und dem "Kameltreiber-Hauptmann" Georg Lang und lobte: "Einige haben ihre Freizeit geopfert, um uns optimal auf die Prüfungen vorzubereiten."

Wurzeln nicht vergessen

"In welche Welt werdet ihr heute entlassen?", fragte Oberstufendirektor Günter Jehl und zitierte Mahatma Gandhi und dessen sieben Todsünden der modernen Gesellschaft. Nur wer bereit sei nachzudenken, könne Wege finden, um diesen Gefahren zu entgehen. "Bewahrt euch eure Liebenswürdigkeit und Wertschätzung und vergesst nicht die Wurzeln hier in unserer Schulregion", so der abschließende Appell des Schulleiters.
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