Albert Frauendorfer (90) hält sich geistig und körperlich fit - 47 Jahre im Rathaus
"Surfen" und Spazierengehen

Lokales
Oberviechtach
14.04.2015
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Wenn jemand auf 90 Jahre zurückblicken kann, dann hat er eine ausgiebige Lebensgeschichte hinter sich gebracht. So auch Albert Frauendorfer, der an seinem Ehrentag viele Hände schütteln durfte.

In Oberviechtach geboren, heiratete er 1951 Margarete Schöberl, mit der er nebenbei eine kleine Landwirtschaft betrieb. Leider ist sie 2006 verstorben. Zwei Söhne gingen aus der Ehe hervor, die ebenso wie die vier Enkelkinder dem Jubilar viel Freude bereiten. In seinem Haus in der Sailergasse versorgt sich Albert Frauendorfer weitgehend alleine, unterstützt wird er von Schwiegertochter Gabi. Kaplan Konrad Maria Ackermann gratulierte namens der Pfarrgemeinde. Bürgermeister Heinz Weigl überbrachte die Glückwünsche und würdigte besonders Frauendorfers langjährige Dienste für die Stadt an führender Stelle. 47 Jahre lang war er unter anderem als Kämmerer und geschäftsleitender Beamter tätig.

Als Lehrling begann Frauendorfer am 1. September 1939 seinen Dienst bei der Stadtverwaltung, am ersten Tag des Kriegsbeginns. Er hat viele Bürgermeister erlebt und ging unter Bürgermeister Spichtinger in Pension. "Ich habe als Drei-Pfennig-Schreiber angefangen und bin als Oberamtsrat pensioniert worden", bemerkte der Jubilar an seinem Ehrentag. 1943 kam er an die Front und in Gefangenschaft in den Süden Italiens. Aus dieser Zeit ist eine Kameradschaft entstanden, die bis vor einigen Jahren regelmäßig gepflegt wurde. Als Kegler und Eisstockschütze zeigte Frauendorfer auch seine sportliche Seite und bis vor drei Jahren ging er wöchentlich zum Schafkopfspielen. Zahlreiche Vereine von der Feuerwehr und dem TSV über die Schützen und die Fischer bis zum Roten Kreuz und dem Club 73 überbrachten ihre Glückwünsche.

Albert Frauendorfer ist auch mit 90 Jahren noch sehr aktiv. Er sät Blumen, pflegt den Garten und geht auf dem Radweg bis nach Lind, um fit zu bleiben. Sein eiserner Wille treibt ihn immer wieder an, er ist an allem interessiert, was in der Welt geschieht. "Und das Internet ist sein Leben", ergänzt Sohn Peter.
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