Alle Wünsche nicht finanzierbar

Das Jahnstadion dient schon seit fünf Jahrzehnten als Schulsportplatz. Vor allem die Sanierung der Tribüne ist dringend notwendig. Bild: Portner
Lokales
Oberviechtach
13.05.2015
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Freibad, Friedhof, Jahnstadion, Feuerwehrhaus und Spielplätze warten auf ihre Sanierung. Zum zeitlichen Ablauf gibt es im Stadtrat unterschiedliche Meinungen und auch darüber, wie viel Geld für die Maßnahmen in den Haushalt der Jahre 2015 und 2016 einzustellen ist.

Gleich vorne weg: Der Haushalt 2015 wurde in der Sitzung am Dienstag nicht verabschiedet. Dies wird erst am 16. Juni der Fall sein. Bis dahin pflegt Kämmerer Michael Hösl die Änderungen ein. Fest steht, dass die Neuverschuldung bei einer Million Euro liegt.

210 000 fürs Gerätehaus

Hösl stand den Stadträten schon in den Fraktionssitzungen Rede und Antwort und so beschränkten sich die Diskussionen auf wenige größere Maßnahmen im Vermögenshaushalt, für die es galt, einen Kompromiss zu finden. Das Gerätehaus der Feuerwehr Oberviechtach ist sanierungsbedürftig. Einverständnis herrschte darüber, den Haushaltsansatz zu erhöhen, und 2015 statt 195 000 Euro nun 210 000 Euro einzustellen. Geplant sind heuer etwa die Erneuerung von Hallentoren, der Austausch von Fenstern sowie der Außenanstrich. Für die Sanierung des Jahnstadions sind 80 000 Euro (für Tribüne usw.) im Finanzplan 2016 vorgesehen. Die CSU/CWG/Aktive-Fraktion stellte den Antrag, 15 000 Euro für Planungskosten schon heuer einzustellen; der Kompromiss lautete auf 10 000 Euro. "Der Schulsportplatz ist 50 Jahre alt. Es gibt einiges zu tun, was wir 2016 oder 2017 auch angehen müssen", bekräftigte Bürgermeister Heinz Weigl.

Für die Erneuerung der Spielplätze waren im Entwurf für 2015 und 2016 jeweils 60 000 Euro vorgesehen. Die CSU/CWG/Aktive-Fraktion will 2015 nur 20 000 Euro, dafür aber nächstes Jahr 100 000 Euro ausgeben. Wie Sprecher Stefan Schwander bekräftigte, sollte erst das Konzept stehen. "Wir brauchen mindestens 40 000 Euro für Geräte-Anschaffungen", stellte Weigl klar, was auch Josef Lohrer, Sprecher der PWG/SPD/JW-Fraktion so sah. Geeinigt wurde sich darauf, heuer 40 000 Euro und 2016 80 000 Euro aufzunehmen.

Beim Thema "Freibad" gab es keine Einigung. Der CSU/CWG/Aktive-Antrag wurde mit 8:8 Stimmen abgelehnt und so bleibt es dabei, dass das Bad erst im Finanzplan 2016 mit 165 000 Euro auftaucht. Fraktionssprecher Stefan Schwander wollte schon heuer 50 000 Euro für Kleinkindbereich, Duschen und Kiosk in die Hand nehmen. "Wir müssen die Maßnahmen vernünftig angehen und dann klotzen und nicht kleckern", sagte der Bürgermeister, der den Bedarf bei rund 400 000 Euro sieht. Christian Schneider (CSU) wollte Geld für die Planung im Herbst einstellen ("Nächstes Frühjahr sind wir ja wieder zu spät dran") und Tobias Ehrenfried (Aktive) nannte einige Wünsche aus der Online-Umfrage. "Wir können das in diesem Jahr finanziell nicht schultern", bekräftigte Heinz Weigl, der klarstellte, dass auch 2016 nicht alle Maßnahmen (Bad, Jahnstadion, Archiv und Straßenbau) gehen werden. "Nur wegen niedriger Zinsen können wir uns nicht noch mehr verschulden."

"Kleinigkeiten" im Friedhof

"Wenn es uns am Herzen liegt, sollten wir auch jetzt anpacken", sagte Christian Schneider, der Bad, Friedhof und Jahnstadion auf etwa 1,5 Millionen Euro bezifferte. Auf Anregung von Josef Lohrer wurde der Posten "Erwerb von Bauland" von 487 000 auf 525 000 Euro erhöht, um über das Gebiet Schützenheim hinaus tätig werden zu können. Die CSU/CWG/Aktive-Fraktion wollte für den Friedhof 30 000 Euro einstellen, wofür alle Räte Zustimmung signalisierten. Für die Planung der Maßnahmen ab 2016/17 waren bereits 15 000 Euro vorgesehen. "Kleinigkeiten am Leichenhaus" sind im Verwaltungshaushalt 2015 eingeplant, so Josef Lohrer.
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