Als Reserve fit zur Alarmierung

Die Übergabe der Patenschaftsurkunde besiegelt die Freundschaft mit dem Fallschirmjägerregiment 31. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
29.06.2015
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Der Bataillonsappell beschloss symbolisch die vorbereitende Ausbildung für den Einsatzauftrag in Afghanistan. Für die Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 war dies aber nicht der einzige Grund, am Appellplatz anzutreten.

Bataillonskommandeur Oberstleutnant Mario Brux zeigte dem Bataillon und den zahlreich anwesenden Gästen die großen Herausforderungen der Soldaten im Standort Oberviechtach auf. Besonders freute es ihn, dass er eine alte, im Gefecht gewonnene Freundschaft, durch die Übergabe einer Partnerschaftsurkunde zwischen dem Fallschirmjägerregiment 31 und dem Panzergrenadierbataillon 122 beurkunden konnte. Dazu begrüßte Brux die Abordnung aus dem Fallschirmjägerregiment 31 unter Führung von Hauptmann Sascha Duderstädt aus Seedorf.

In 30 Tagen am Einsatzort

Zu den zivilen Ehrengästen zählten der dritte Bürgermeister der Stadt Oberviechtach, Hans Hösl, Bürgermeister Reiner Gäbl aus Eslarn, Bürgermeister Max Völkl aus Tännesberg und Bürgermeister Rainer Rewitzer aus Pleystein. Auch einige Traditionsvereine wie die Soldatenkameradschaft aus Eslarn und der Bayerische Soldatenbund aus Oberviechtach waren angetreten.

Die wesentliche Leistung des Panzergrenadierbataillons 122, so der Kommandeur ist es, eine QRFKp (Quick-Reaction-Forse-Kompanie) und eine FPKp (Force-Protection-Kompanie) aufzustellen, auszubilden und für einen möglichen Einsatzauftrag in Afghanistan (Resolute Suppert), ab dem 1. Juli 2015 bereitzuhalten. Dazu gehört es auch, diese Kräfte bis Ende des Jahres in Übung zu halten. Quasi die Verfügbarkeit einer Reserve, die nach Eingang einer Alarmierung innerhalb von 30 Tagen verlegebereit sein muss, sicherzustellen. Wie Oberstleutnant Brux weiter feststellte, habe er auch im vergangenen Halbjahr hoch motivierte und absolut professionell eingestellte Kameraden gesehen, denen man den "Willen zum Kampf" in den Augen ablesen konnte. Diese Soldaten hatten mit hoher Disziplin und Einsatzbereitschaft den Willen, tagtäglich mit kleinen und großen Schritten besser zu werden.

Bei der Zertifizierung habe er auch von den Vorgesetzten aus Brigade und Division immer wieder die Worte "sehr gut" gehört. Dieser hohe Ausbildungsstand sei in seinen Augen der Verdienst des gesamten Bataillons. Das vergangene halbe Jahr habe ihm aber auch gezeigt, dass der Teamgedanke im Bataillon gelebt und umgesetzt werde. Stellvertretend für alle Soldaten konnte Oberstleutnant Brux zahlreiche "Bestpreise" für herausragende Leistungen erteilen. Weitere Soldaten erhielten "Förmliche Anerkennungen".

Patenschaftsurkunde

Im Namen der Bundesrepublik Deutschland verlieh Brux dem Oberstabsgefreiten Christian Ziegler für die Teilnahme an einem Gefecht während des International Security Assistance Force Einsatzes (ISAF) in Afghanistan die "Einsatzmedaille der Bundeswehr Gefecht". Einige Soldaten wurden zu den nächsthöheren Dienstgraden befördert.

Einen besonderen Höhepunkt bildete die Übergabe der Patenschaftsurkunde an den Kompaniechef des 3. Fallschirmjägerregiments 31 Seedorf, Hauptmann Sascha Duderstädt und seinen Kompaniefeldwebel, Oberstabsfeldwebel Axel Hammers. Im Text der Urkunde heißt es: "Verbunden durch den ISAF-Einsatz bekundet die 4./Panzergrenadierbataillon 122 Oberviechtach die Partnerschaft für Ausbildung und Übung." Diese Patenschaft wurde mit dem Musikstück "Time of your life" von der Bataillonsband "Blink 122" besiegelt. Ein weiterer Artikel folgt.
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