Altes lebt im Neuen weiter

Der Projektchor mit Orchesterbegleitung umrahmte unter der Leitung von Theodora Schwärzler den Gottesdienst; die Orgel spielte Paulinus Lesser (rechts).
Lokales
Oberviechtach
28.07.2015
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Wenn Neues entstehen soll, muss das Alte nicht weg - es kann angebaut oder hinzugefügt werden. Beim Jubiläum "50 Jahre Wiedereinweihung der Stadtpfarrkirche" schlug Dekan Alfons Kaufmann auch einen Bogen zum II. Vatikanischen Konzil.

Die katholische Pfarrgemeinde in Oberviechtach feierte am Sonntag die Weihe der erweiterten Pfarrkirche durch Bischof Rudolf Graber vor 50 Jahren. Dieses Ereignis fiel damals zeitgleich zusammen mit dem II. Vatikanischen Konzil in Rom. Stadtpfarrer Alfons Kaufmann erkennt darin ein Symbol, denn wie beim Konzil in Rom wurde auch die Kirche in Oberviechtach nicht einfach weggeschoben, sondern das Neue wurde angebaut, wurde hinzugefügt. "Neues und Altes, es passt zusammen", betonte der Geistliche in seiner Predigt beim Jubiläumsgottesdienst. In diesem Zusammenhang verwies er auf die Orgel "das Alte und dahinter das Neue" und wie schön diese klingt, wenn alle Register zusammenspielen.

Zu Beginn des festlichen Gottesdienstes begrüßte der Stadtpfarrer mehrere Ordensschwestern, deren Wurzeln sich in der Heimatpfarrei befinden. Willkommensgrüße widmete er den Priesterkollegen, die ebenfalls in der Pfarrgemeinde Oberviechtach aufgewachsen sind und den Gottesdienst in Konzelebration mitfeierten.

Opfergaben der Kinder

Die symbolischen Opfergaben brachten Kinder zum Altar, jeweils mit vorgetragenen Begleittexten: Zunächst die Heilige Schrift als Gottes frohmachende Botschaft. Dann einen Laib Brot, "denn wie aus vielen Körnern Brot entsteht, so verbindet uns Christus in geschwisterlicher Liebe untereinander." Ein Strauß Blumen stand für die Freude, das Glück und die Fülle des Lebens, die Jesus uns schenkt. Eine Kerze war das Symbol für "Christus unser Licht" und eine Rose als Gedenken für die verstorbenen Angehörigen. Die gesamte Messfeier wurde umrahmt vom Projektchor mit Orchesterbegleitung unter der Organisation und Leitung von Theodora Schwärzler und an der Eisenbarth-Orgel Paulinus Lesser. Aufgeführt wurden die kleine Orgelsolomesse von J. Haydn und "Tu es Petrus" von Franz List, sowie "Jauchzet den Herrn" von Felix Mendelssohn-Bartholdi - mit Sologesang von Theodora Schwärzler.

Ausstellung zum Konzil

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich der Stadtpfarrer vor allem beim Chor sowie bei allen, die zum Gelingen des Gottesdienstes beigetragen haben. Er verwies auch auf die Ausstellung zum Konzil und die Schautafel mit Bildern rund um das Gotteshaus. Im Anschluss folgten zahlreiche Gottesdienstbesucher der Einladung zum Weißwurstfrühschoppen im Pfarrgarten, organisiert vom Pfarrgemeinderat.
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