Am Schießstand kracht es leiser

Vier Schießstände, 50 bzw. 100 Meter lang, werden in geschlossener Bauweise teilweise unterirdisch im bestehenden Areal des Schützenvereins am Sandradl errichtet. Bild: weu
Lokales
Oberviechtach
25.09.2014
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Der Bauausschuss traf sich zur ersten Sitzung nach der Sommerpause mit erfreulich vielen Bauanträgen. Die Scharfschützen schießen künftig im "Untergrund".

Da es keine Bauvoranfragen und Informationen des Bürgermeisters gab, stieg das Gremium gleich in die Tagesordnung ein. Zunächst wurde die geplante Einhausung des Weltrekord-Bierkruges in Lukahammer beurteilt. Der dafür von Andrea Braun ("Hammerschänke") gestellte Bauantrag war identisch zu den früheren Anträgen.

Öffentliche Belange stehen nicht dagegen und so wurde die Einhausung, ebenso wie der Anbau eines Lagerraumes, einstimmig genehmigt. "Dies ist eine gute Lösung, die alle Beteiligten zufriedenstellen wird", bemerkte Bürgermeister Heinz Weigl, "und wird sicherlich für eine Belebung des Tourismus sorgen".

Beim Antrag von Fritz Roßmann zum Bau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppel-Carport handelte es sich um einen Fall, der schon seit 1997 behandelt wird. Obwohl die Stadt Oberviechtach seinerzeit dem Antrag stattgegeben hatte, wurde dieser am Landratsamt abgelehnt. Nach einem Ortstermin mit Landrat, Kreisbaumeister und Vertretern der Stadt kam man zu dem Ergebnis, einer Betriebsleiterwohnung in entsprechend kleinerer Ausführung zuzustimmen. Da der nun vorgelegte Plan den damaligen Vorgaben entspricht, gab der Bauausschuss sein Einvernehmen. "Es wird hier kein Präzedenzfall geschaffen", antwortete Amtsrat Peter Spichtinger auf Anfrage.

Die nächsten drei Anträge wurden durch Eilentscheidungen des Bürgermeisters genehmigt und der Ausschuss nahm nur noch Kenntnis. Katharina Dietlinger stellte Antrag auf Anbau eines Ateliers an das bestehende Wohnhaus in Wildeppenried. Da sich das Bauvorhaben in das Ortsbild und die Umgebung einfügt, wurde es begrüßt. Für den Neubau einer Kleingarage mit sechs Stellplätzen in der Sailergasse reichte die Stadt einen Tekturplan ein, da sich die Größenordnung des Bauvorhabens etwas verändert hatte.

Kenntnis nahmen die Räte auch vom Antrag der Schützengesellschaft "Scharfschützen Oberviechtach" zur Einhausung des bestehenden 50-Meter-Schießstandes und der Errichtung von zwei 50-Meter und zwei 100-Meter-Schießständen in geschlossener Bauweise. Diese werden beim Schützenheim teilweise unterirdisch errichtet.

Kurzfristig aufgenommen wurde das Vorhaben von Robert Brenner (Bürgermeister-Fuhrmann-Straße) zum Um- und Anbau an das Wohnhaus. Der Bauausschuss stimmte zu. Entweder gibt der Landkreis, der dem Vorhaben positiv gegenübersteht, sein Einvernehmen für eine Befreiung, oder der Ausschuss muss in der nächsten Sitzung über eine Bebauungsplanänderung bestimmen.
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