An der Theke droht Engpass

Lokales
Oberviechtach
29.11.2014
2
0

Drei Jahre schon gibt es die "Oberviechtacher Tafel". Wie Vorsitzender Dr. Keller bei der Jahreshauptversammlung anmerkte, stößt diese mit den verfügbaren Lebensmitteln an ihre Grenzen. Bei einem Anstieg der Flüchtlinge könnte es Probleme bei der Ausgabe geben.

Zur Jahreshauptversammlung hieß Vorsitzender Dr. Friedrich Keller die Mitglieder der "Oberviechtacher Tafel" - mit Ausgabestellen in Oberviechtach und Neunburg vorm Wald - im Gasthof Sporrer willkommen. Ein besonderer Willkommensgruß galt Peter Wilhelm, unter dessen Regie die Tafel gegründet wurde, sowie Dr. Hermann Krämer, den aktuellen Rotary-Präsidenten.

Auf Spenden angewiesen

In seinem Bericht ging er auf die Entwicklung der Tafel ein, der mittlerweile 151 Mitglieder angehören. "Wir müssen stets Mitgliederwerbung betreiben", forderte er, da diese Beiträge eine feste, kalkulierbare Größe darstellen. Der Verein sei stets auf Spenden angewiesen, da die Einnahmen nicht die laufenden Ausgaben durch Miete, Strom, Haftpflicht und Kfz-Kosten decken. Auch an die Bürgermeister der beiden Städte richtete er die Bitte um Unterstützung.

Von den angemeldeten 165 Bedarfsgemeinschaften holen etwa 80 jede Woche ihre Lebensmittel in Oberviechtach und Neunburg ab. Als Problem sprach Dr. Keller an, dass die zur Verfügung stehenden Lebensmittel gerade ausreichen und meinte: "Wenn noch mehr Bedarfsgemeinschaften oder Asylbewerber dazukommen, können wir nicht mehr alle bedienen."

Nach dem Prinzip der Tafeln, wonach genießbare Lebensmittel nicht weggeworfen, sondern verwertet werden sollen, dürfe der Verein auch nichts dazukaufen. "Lebensmittelspenden darf die Tafel jedoch annehmen", betonte der Vorsitzende. Kassenwartin Ulrike Schneider legte die finanzielle Seite des Vereins detailliert dar und verwies besonders auf die hohe Spendenquote. Bürgermeister Heinz Weigl, der zusammen mit seinem Neunburger Amtskollegen Martin Birner die Kasse geprüft hatte, bescheinigte eine "hervorragende Arbeit". Er bedankte sich bei der Vorstandschaft für die geleistete Arbeit und bezog auch die 45 ehrenamtlichen Mitarbeiter ein.

An einem Strang ziehen

Bei den Neuwahlen wurde das bewährte Führungsgremium bestätigt. Breiten Raum nahm die Flüchtlingsthematik ein, die ausgiebig diskutiert wurde und zu der Marianne Deml einen Sachstandsbericht gab. Man war sich einig, dass Vereine, Kirchen und Tafel an einem Strang ziehen müssen. Die Bereitschaft zur Unterstützung ist jedenfalls groß. Dr. Keller appellierte daran, die Stände mit Fischspezialitäten bei den Christkindlmärkten in Neunburg und Oberviechtach zugunsten der Tafel zu besuchen. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage www.oberviechtacher-tafel.de.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.