Angebotslücken schließen

Manche Dienstleister haben sich auch aus der Innenstadt verabschiedet.
Lokales
Oberviechtach
15.01.2015
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Ein umfassendes Waren- und Dienstleistungsangebot soll die Stadt und die Region noch attraktiver machen und die Kaufkraft vor Ort binden. Wie können die Angebotslücken und die Unterversorgungen in verschiedenen Bereichen geschlossen werden?

Die "Ansiedelung neuer Unternehmen im Stadtgebiet" bildete einen zentralen Punkt in der Sitzung des Stadtrates am Dienstagabend. Ausgangspunkt einer intensiven Diskussion war ein entsprechender Antrag der Fraktionsgemeinschaft von CSU/CWG/Aktive.

"Aktiv werden"

"Wir brauchen Konzepte, es geht um Handwerk, Dienstleistungen und Gewerbe und wir müssen aktiv nach Außen gehen und nicht warten, bis die Leute zu uns kommen", präzisierte CSU/CWG/Aktive für OVI-Fraktionssprecher Stefan Schwander die Hintergründe des Antrags (siehe Info-Kasten). In einer Liste gelte es festzuhalten, was schon da ist und was gewollt ist, um Ziele für die nächsten Jahre zu formulieren. Dabei sei es für ihn zweitrangig, so Schwander weiter, ob dies durch die Verwaltung oder durch einen externen Gutachter erledigt wird.

Er plädierte dafür, auch das Wirtschaftsforum und den Gewerbeverband mit einzubinden. "Wir hätten selbstverständlich gerne noch das eine oder andere Geschäft", stellte Bürgermeister Heinz Weigl fest, der zu dieser Thematik auch auf das erstellte ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) und das Einzelhandelskonzept verwies. Ansiedlung müssten aber im Innenbereich und nicht auf der grünen Wiese stattfinden, verwies Weigl auf das Ziel der Innenstadt-Belebung.

Kein weiteres Gutachten

Ein weiteres Gutachten hält der Bürgermeister nicht für zielführend: Wenn wir es selber von der Stadt aus machen können, bin ich einverstanden. "Wir laufen uns für Ansiedelungen die Haken ab", merkte Weigl auch mit Blick auf freie Flächen im Industriegebiet an.

Es gibt nach Aussage Weigls auch immer wieder Bemühungen zur Ansiedlung von Fachärzten. "Aber wenn sich die Vorgaben nicht ändern, werden wir keine Chance haben", zeigte er sich überzeugt. PWG/SPD/JW-Fraktionssprecher Josef Lohrer hält mit Blick auf bereits vorliegende Gutachten nichts davon, nochmal einen externen Gutachter einzuschalten. Mit dem Hinweis auf die Rossmann-Ansiedlung unterstrich er die Bemühungen der Stadt. Letztendlich entscheide der Markt, die Stadt könne die Rahmenbedingungen schaffen und vorhandene Geschäfte sichern. Es spreche aber nichts dagegen, gezielt auf Unternehmen zuzugehen. "Nur die Rahmenbedingungen zu schaffen ist mir zu wenig", merkte Stadtrat Christian Schneider (CSU) an. Es komme darauf an, in allen Bereichen zu schauen, wobei es durchaus sinnvoll sei, sich die Unterstützung von Fachleuten zu holen. Letztendlich gehe es darum, dass etwas passiert, so Schneider.

Runder Tisch

"Grundsätzlich ziehen wir alle an einem Strang", fasste Stadtrat Josef Biebl (SPD) zusammen. Er hält es jedoch für effizienter, wenn ein kleines Gremium aus den Fraktionen und der Wirtschaft eingerichtet wird, das sich regelmäßig mit dieser Thematik befasst. So wurde es dann auch einstimmig beschlossen.
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