Ansprechpartner bei Depression

Sie und die Hausärzte des Altlandkreises werden künftig zum Wohle der Heimbewohner eng zusammenarbeiten (von links): Verwaltungsleiterin Michaela Mösbauer, Dr. med. Georg Schwindl, Geschäftsführer Karl-Heinz Stoppa, Dr. Pavel Fremr, Dr. Dr. Helmut Hausner, Dr. Hubert Zahnweh und Heim- und Pflegedienstleiterin Katharina Schneider. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
23.10.2014
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Sie ist als Aufwertung für die Betreuung der Heimbewohner gedacht: Das Oberviechtacher Alten- und Pflegeheim vereinbarte mit dem Zentrum für Psychiatrie Cham eine enge Zusammenarbeit.

Die Ärzte, die Angehörigen, die Bewohner und das Pflegepersonal sind Partner, wenn es um das Wohl der Heimbewohner geht. Das stellte im Alten- und Pflegeheim Dr. Georg Schwindl heraus. Er vertrat die Hausärzte der Region Oberviechtach bei einem Pressegespräch, bei dem die Zusammenarbeit des Heimes mit dem Zentrum für Psychiatrie Cham offiziell vereinbart wurde. Dies wird von allen Beteiligten als eine Aufwertung bei der Betreuung der Bewohner gesehen.

Details schon festgelegt

Diese Zusammenarbeit war von dem gebürtigen Oberviechtacher, Dr. Hubert Zahnweh in Verbindung mit Altenheim-Geschäftsführer Karl-Heinz Stoppa angeregt worden. Sie hatten zur Gesprächsrunde auch den Chefarzt des Zentrums für Psychiatrie, Dr. Dr. Helmut Hausner, dessen Kollegen Dr. Pavel Fremr sowie Heim- und Pflegedienstleiterin Katharina Schneider und Verwaltungsleiterin Michaela Mösbauer eingeladen.

Wie Dr. Dr. Hausner ausführte, sind bereits im Juli die Einzelheiten dieser Kooperation zwischen dem Qualitätszirkel "ganzheitliche Medizin - Region Oberviechtach" unter Vorsitz von Dr. med. Georg Schwindl in Verbindung mit ihm und dem Oberviechtacher Altenheim besprochen worden. Dabei wurde vereinbart, dass sowohl die Hausärzte als auch die Heimbewohner selbst, die Möglichkeit haben, nach Rücksprache mit den Angehörigen einen psychiatrischen Hausbesuch direkt ins Altenheim zu bestellen. Damit soll den Bewohnern auch in diesem medizinischen Bereich geholfen werden.

Dr. Pavel Fremr, der bereits im Landkreis Cham die dortigen Alten- und Pflegeheime gerontopsychiatrisch versorgt, wird diese Aufgabe künftig auch in Oberviechtach übernehmen. Dabei sind sich alle Kooperationspartner einig, dass es ganz wesentlich auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Pflegekräften, den Hausärzten und den Psychiatern ankommen wird. Ein besonderes Anliegen ist den Chamer Psychiatern, den Bewohnern nicht nur bei Demenz, Verwirrtheit oder Schlafstörungen beizustehen, sondern sich auch dem Thema Depression verstärkt anzunehmen.

Pflegekräfte schulen

"Durch diese Zusammenarbeit kann die Lebensqualität der Senioren deutlich verbessert werden", sagte Dr. Georg Schwindl. Er machte deutlich, dass diese Kooperation auch eine Entlastung für die Hausärzte bedeute, da die Ansprüche der Angehörigen oft sehr hoch seien und durch diese Zusammenarbeit eher erfüllt werden können. Zudem sei eine weitere Schulung der Pflegekräfte in diesem Bereich notwendig und bereits vorgesehen. Jedoch seien auch die Möglichkeiten der Medikamente, die verantwortungsvoll dosiert werden müssen, begrenzt. Die Kooperation mache auch die bessere Beurteilung von "Grenzfällen" möglich, wovon am Meisten die Heimbewohner profitieren, da ein hoher Prozentsatz von ihnen dieser professionellen Hilfe der Psychiater bedarf. Aber auch hier, so Dr. Schwindl, sei Geduld gefordert, da Verbesserungen des Krankheitszustandes oft nur stufenweise und nach längerer Zeit eintrete.

Insgesamt aber erfahre das Heim durch diese Zusammenarbeit eine Aufwertung, da künftig eine noch bessere Betreuung möglich sei. Geschäftsführer Karl-Heinz Stoppa sprach allen Beteiligten Dank aus.
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