Asklepios setzt auf Vertrauen

Die Asklepios-Klinik ist nicht nur eine Anlaufstelle für die Notfallversorgung der Bürger vor Ort. Auch das Leistungsspektrum im ambulanten und stationären Bereich wird ausgebaut und eröffnet Perspektiven. Bild: Portner
Lokales
Oberviechtach
23.10.2015
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Die Asklepios-Klinik Oberviechtach steigerte die Belegung in einem Jahr um 13 Prozent. "Wir hoffen, dass sich dieser Trend noch weiter fortsetzt", bekräftigte Geschäftsführer Dr. Boris Rapp beim "Runden Tisch". Stabile Zahlen eröffnen neue Perspektiven.

Der von Landrat Thomas Ebeling vor einem Jahr initiierte "Runde Tisch am Krankenhaus Oberviechtach" hat sich am Donnerstag im Beisein von MdL Alexander Flierl und Bürgermeistern des östlichen Landkreises intensiv mit der Führung von Asklepios, der Ärzteschaft, mit Förderverein, Bayerischen Roten Kreuz und Betriebsrat ausgetauscht. "Am Ende des Gespräches wurde ein durchwegs positives Fazit gezogen", heißt es in der Presseerklärung des Landratsamtes.

"CT" jetzt täglich

Der Regionalgeschäftsführer von Asklepios, Dr. Boris Rapp, zog eine erfreuliche Entwicklung seit dem letzten Runden Tisch: "Die Auslastung wurde von 2014 auf 2015 um 13 Prozent gesteigert." Landrat und Bürgermeister zeigten sich erfreut, dass die Notfallversorgung am Standort Oberviechtach gesichert ist. Das Krankenhaus ist permanent geöffnet und mit allen notwendigen Gerätschaften ausgestattet, um jeden Notfall entweder sofort versorgen oder soweit stabilisieren zu können, dass ein Weitertransport in eine Spezialklinik möglich ist. Alle Ärzte und Pfleger haben einen speziellen Reanimationskurs absolviert und werden nachgeschult.

Eine Verbesserung gibt es bei der Computer-Tomographie. Wurden bislang nur an drei Tagen in der Woche CTs gemacht, ist dies zukünftig täglich zu den normalen Dienstzeiten möglich. Auch das Leistungsspektrum wurde weiter gefestigt. Neben internistischen und allgemein- und bauchchirurgischen Patienten werden auch unfallchirurgische und orthopädische Fälle behandelt. Im stationären Bereich können Drüsenerkrankungen, insbesondere der Zuckerkrankheit, Infektionserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen aller Art behandelt werden.

Darmspiegelungen - auch zur Krebsvorsorge - sind sogar ambulant möglich. Im chirurgischen Bereich werden Gallenblasen- und Blinddarmoperationen, Leistenbruchoperationen und die Schilddrüsenchirurgie mit modernen Operationsverfahren angeboten. Die Versorgung von Unfällen und Knochenbrüchen, wie auch die konservative und operative Behandlung bei chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates sind ebenfalls gewährleistet.

Die Klinik hat nicht nur das Familienkrankenhaus-Logo als Zusatz erhalten, sondern wird auch als erster Anlaufpunkt gut angenommen. "Die Bevölkerung kann sich mit der Klinik in Oberviechtach gut identifizieren", lobte MdL Alexander Flierl. Gut angenommen wurden die Veranstaltungsreihe "Klinik im Dialog" und ein Tag der offenen Tür. Mit Interesse nahm der Runde Tisch den Ausblick des Betreibers Asklepios auf, dass sich die angekündigten Überlegungen in Bezug auf bauliche Veränderungen konkretisieren. 2016 soll die Belegung weiterhin ausgebaut werden. Bei einer anhaltenden Stabilisierung wird in Abstimmung mit den staatlichen Förderbehörden über bauliche Maßnahmen nachgedacht. "Wir wollen das hohe Niveau weiter ausbauen und so das von den Hausärzten in uns gesetzte Vertrauen rechtfertigen", stellte Dr. Rapp im Beisein der zahlreich anwesenden Ärzte aus der Umgebung fest.

Der richtige Weg

Landrat Ebeling betonte die Verantwortung der Politik und der Öffentlichkeit. "Die Garantie von Asklepios, die Klinik dauerhaft zu erhalten, verdient die notwendige Unterstützung", warb der Landrat. "Es wäre ein toller Erfolg, wenn das Haus noch besser angenommen würde", ergänzte MdL Flierl. Dass operative Leistungen auch an kleinen Krankenhäusern beibehalten werden, sei der richtige Weg.
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