Auf neue Melodien einlassen

Bei der Klassik-Musik-Begegnung führte Graham Buckland, Universitätsmusikdirektor aus Regensburg, die jungen Musikerinnen auf lockere Art in die Welt der Komposition ein. Bilder: weu (2)
Lokales
Oberviechtach
16.10.2014
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"Jeder Mensch ist kreativ. Kunst ist die beste Art, um Kreativität zu fördern", sagte Universitäts-Musikdirektor Graham Buckland, als er Tipps zum Komponieren vermittelte. Das Gymnasium und die Freunde der Kunst hatten zu Konzerten und Workshops mit klassischer Musik eingeladen.

Zum ersten Workshop begrüßten stellvertretender Schulleiter Matthias Schaller und die Vorsitzende der Freunde der Kunst, Monika Krauß, die Schüler. "Jugendlichen den Wert und die Schönheit von klassischer Musik näher zu bringen, ist äußerst bestechend", stellte Krauß fest und dankte Hans Kistler für die hervorragende Idee.

Es gebe jedoch auch einen eigennützigen Grund. "Denn nur, wenn die Jugend lernt, schöne Dinge zu schätzen, wird unser Verein weiterleben", bekräftigte sie. Dies sah Organisator Hans Kistler genauso, als er sagte: "Klassik ist eher mühsam, glauben die Leute. Aber man benötigt ein gewisses Maß an Vorwissen, das man sich aneignen muss". Graham Buckland, Universitätsmusikdirektor aus Regensburg, führte die jungen Musikerinnen mit Charme und Humor in das Komponieren ein. "Jeder Mensch ist kreativ, Kunst ist die beste Art, um Kreativität zu fördern", lautete sein Credo. Anhand eines Volksliedes, das harmonisiert wurde, entstand eine neue Melodie. Mittels neuer Harmonien sei vom Ursprung des Liedes nichts mehr vorhanden.

Anderer Zugang

Ashley Fripp aus London, der einen Klavier-Workshop leitete, wollte den Jugendlichen einen anderen Zugang zu Musik ermöglichen und sie ermutigen, sich darauf einzulassen. Viele wertvolle Tipps konnte er den jungen Musikern mit auf den Weg geben. Groß war das Interesse, als Oberstudienrat Hubert Bauer aus Cham "Die Orgel - Königin der Instrumente" anhand der Eisenbarth-Orgel in der Stadtpfarrkirche vorstellte. Er brachte die Jugend zum Staunen, als er die große Bandbreite dieser Orgel aufzeigte und Gelegenheit bot, diese selbst auszuprobieren.

Zu Viert

Eine Einführung in das "Musizieren zu Viert" gaben die drei Musikerinnen und Dr. David Peterhoff, der schon einen Tag zuvor mit einem exzellenten Violinkonzert erfreute, im Doktor Eisenbarth- und Stadtmuseum. Mit Violine, Bratsche und Violoncello gaben die vier Musiker des Streichquartetts "Besamim" den jungen Gästen einige Kostproben ihres Könnens und plauderten mit ihnen in einer lockeren Gesprächsrunde.

Verschiedene Spieltechniken, Probleme beim Spiel in einem Ensemble und Kammermusik waren einige der behandelten Themen.
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