Auf Weihnachten eingestimmt

Die Hirten folgten dem großen Stern am Himmel, der sie zur Krippe in Bethlehem führte.
Lokales
Oberviechtach
23.12.2014
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Bei seiner bereits 36. Waldweihnacht ist der Oberpfälzer Waldverein einen neuen Weg gegangen und hat zu einer "adventlichen Dreiviertelstund" in das Johannisbergkirchlein eingeladen. Die vielen Besucher konnten sich auf das nahe Weihnachtsfest einstimmen.

In den vergangenen Jahren war immer der Nikolaus am vierten Adventssonntag auf den Johannisberg gekommen. Wegen der meist widrigen Witterung hatte er immer weniger Kinder angetroffen.

Da auch heuer die weiße Pracht bei der Waldweihnacht des Oberpfälzer Waldvereins, Zweigstelle Oberviechtach, ausblieb und es am Sonntagabend sogar regnete, war es ganz gut, dass die 36. Waldweihnacht in das schmucke Johannisbergkirchlein verlegt worden war.

Hirten und Engel

So konnten die zahlreichen Besucher sich mit herrlichen Gesängen, Zither- und Gitarrenklängen auf das nahe Weihnachtsfest einstimmen lassen. Auch drei noch ganz junge Hirten und ein Engel, der von der Kanzeltreppe herab gesanglich die "frohe Botschaft" brachte, rundeten eine wieder sehr gelungene Waldweihnacht ab.

Nach der "Begrüßung" der Jagdhornbläser des Bayerischen Jagdverbandes, Kreisgruppe Oberviechtach, von der Empore herab, entboten der Vorsitzende des OWV Oberviechtach, Günter Flierl und Ernestine Niederalt die zahlreichen Gäste. Diese erhielten am Ende der besinnlichen Stunde ein ganz großes Lob, da sie mucksmäuschenstill den adventlichen Gesängen und den Zither- und Gitarrenklängen lauschten und sich mit viel Beifall für die schöne Dreiviertelstunde bedankten.

Herbergssuche

Neben anderen Liedern ließen die Schönseer Sängerinnen (Stubenmusik) das "Leonhardi-Menuett", ein Dankgebet und den "Engel aus Gottes Macht" erklingen und die "Vöichtacher Boum" sangen "a ganz schöine Weis", ein Hirtenlied und zeigten auf, dass bei der Herbergssuche alles "voramt und voschlaufa" gewesen ist. Ernestine Niederalt erzählte Geschichten von "einem ganz langsamen Koprator (Kaplan), einem in der Kirche brennenden Adventkranz und vom Erzengel Gabriel, der der Gottesmutter eröffnete, dass sie Gottes Sohn zur Welt bringen dürfe.

Die Männer vom Liederkranz Oberviechtach brachten "eine schöne Rose" zum adventlichen Klingen und verkündeten "Christ ist geboren", während sich die drei noch ganz jungen Hirten zunächst vor dem hellen Lichterglanz vom Himmel her fürchteten. Dann aber erfuhren sie durch die frohe Botschaft eines Engels von der Kanzeltreppe herunter), dass es der helle Stern ist, der ihnen den Weg zu dem Stall zeigt, in dem Christus geboren worden ist.

Ernestine Niederalt sang zusammen mit Max Mathes die "Herbergssuche" und als sie davon auch noch träumte, bat sie Gott in Gedichtform, dass sie sich wenigstens dafür schämen dürfe, dass sie im Traum auch nur ein Mensch mit allen Schwächen war und Maria und Josef nicht eingelassen hatte. Fazit: eine adventliche Dreiviertelstunde, die allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben wird.

Vor der Kirche ließen dann die Jagdhornbläser zu Punsch und einer kleinen Stärkung noch einmal ihre Jagdhörner erklingen.
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