Ausgerückt zum Tanzvergnügen

Mit besonderem Talent gesegnet, wollten diese beiden "Schreiner-Stümper" von ihrem Baumstamm eine kleine Leiste herunterschneiden.
Lokales
Oberviechtach
09.02.2015
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Eine feste Größe im Faschingstreiben ist der Feuerwehrball in Lind. Die Tanzpaare drehten sich zur Musik der "Kulzer Boum", und zwei besondere Schreinergesellen amüsierten mit ihrem "Können".

Im erweiterten Saal des "Landgasthof Taverne" hatten sich zahlreiche Gäste versammelt. Nach ein paar Aufwärmrunden der "Kulzer Boum" (Siegfried, Hans und Manfred) hieß Feuerwehr-Vorsitzender Reinhard Biegerl unterm Faschingsvolk die einheimischen Vereine sowie Vertreter der Nachbarwehren aus Oberviechtach, Nunzenried, Pirkhof und Gaisthal und eine Abordnung der Kolpingfamilie Oberviechtach willkommen.

Handwerker ohne Talent

In einem Sketch meldeten sich zwei junge Burschen zu Wort. Sie bezeichneten sich zwar als "Schreiner", hätten aber beim örtlichen Schreinermeister Reger wohl keinen Arbeitstag überstanden. Sie brachten einen riesigen Balken ins Lokal, der einem Rammbock alle Ehre gemacht hätte. Daraus wollten sie eine kleine Leiste abschneiden und mit einer langen Schraube befestigen, mussten sich dabei aber immer wieder an ihren Bierflaschen festhalten. Wie diese talentfreien Handwerker freimütig berichteten, hätten sie mit ihrem Können in dem Haus, in dem sie gerade arbeiten, schon ein paar Wasserleitungen angebohrt. Nun hofften sie auf starken Frost, damit die handwerklich verkorksten Räume noch wenigstens als "Tropfsteinhöhlen" vermarktet werden können.

Tanz statt Trubel

Nach dem Applaus für diese Darbietung ging es auf dem Tanzboden mit Drehern, Zwiefachen und einem "englischen Walzer" weiter, so dass auch die zahlreich anwesenden Volkstänzer auf ihre Kosten kamen. Wieder einmal zeigte sich, dass beim Linder Feuerwehrball nicht der große Trubel zählt, sondern vielmehr Gemütlichkeit, Unterhaltung und Tanzfreude Trumpf sind.

Einer der Höhepunkte des lustigen Abends in der "Taverne" war die große Tombola, bei der es für einen Euro tolle Preise zu ergattern gab. Während bei den Männern Motoröl, Werkzeug sowie nahrhafte oder "harte" Sachen bei der Gewinnauswahl hoch im Kurs standen, freuten sich die Frauen eher über Kuschelbärchen oder Haushaltsgeräte.
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