Bauausschuss auf der Suche nach Grundstück für Scheunen - Ortsbesichtigungen
Wenig Platz und Lärmschutz

Trotz Schneeschauer machte sich der Bauausschuss gestern Nachmittag zum Ortstermin in die Tressenrieder Straße auf. Das Grundstück zeigte sich allerdings für eine Bebauung mit Scheunen eher ungeeignet. Bild: Portner
Lokales
Oberviechtach
21.01.2015
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Nach Bauanträgen und Bauvoranfragen (Artikel links) machte sich der Stadtrat gestern, trotz widriger Witterung, zu drei Ortsbesichtigungen auf. Zunächst ging es in die Tressenrieder Straße. Hier wurde ein Grundstück zwischen Radweg und Kastlstraße besichtigt.

Hintergrund ist die in der Stadtratssitzung vom 13. Januar behandelte Ausweisung eines städtischen Grundstücks für Zwecke der Bebauung durch Scheunen und "Tausch-stadel" auf Antrag der Fraktion CSU/CWG/Aktive (wir berichteten). Die Stadträte befürworteten den Vorschlag, allerdings sei die Suche nach einem Grundstück nicht so einfach. Bürgermeister Heinz Weigl verwies auf eine Fläche der Pfarrpfründestiftung in der Tressenrieder Straße, die er schon vor Jahren im Blickfeld hatte, das Landratsamt damals aber Einwände vorgebracht habe. Der Bauausschuss machte sich nun ein Bild von den örtlichen Gegebenheiten.

"Wir haben zwar eine Biotop-Kartierung, könnten aber die Fläche überplanen lassen", gab Amtsrat Peter Spichtinger zu verstehen. Bürgermeister Heinz Weigl sah es nicht so positiv: "Zu wenig Platz, Hanglage und außerdem Probleme mit dem Lärmschutz." Die Immissionsschutzbehörde habe schon vor vier Jahren auf die Beeinträchtigung der Wohnbebauung in der Pfarrer-von-Miller-Straße verwiesen. "Die Stadel sollen auch zur Holzlagerung dienen und dazu gehört das Spalten und Sägen", erklärte der Bürgermeister die Bedenken der Behörde.

Seiner Meinung nach sollte ein Sondergebiet in der Hofer Flur ausgewiesen werden, eventuell im Anschluss an das Industriegebiet. "Es reichen ja kleine Parzellen mit 200 bis 400 Quadratmeter, die die Stadt dann zum Kauf oder zur Pacht anbieten kann", so Weigl. Der Strombedarf könne per Münzautomat geregelt werden; ein Wasseranschluss sei nicht unbedingt notwendig.

Weiter ging es nach Nunzenried zur Besichtigung eines städtischen Wegegrundstücks. Stadtrat Johann Hösl hatte dazu in der Sitzung vom 13. Januar eine Anfrage wegen überhängender Äste und damit einhergehender Verkehrsgefährdung gestellt. Bürgermeister Heinz Weigl wird sich mit dem Eigentümer des Nachbargrundstücks in Verbindung setzen, um eventuell den Bauhof mit dem Zurückschneiden der Thujen und Bäume beauftragen zu können.
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