Bayerischer Handballverband zeichnet Fichtenstädter aus - Geldpreis und Trikots
Mit Jugendarbeit an der Spitze

Der Handballverein Oberviechtach hat keine Nachwuchssorgen. Doch damit die 200 Kinder und Jugendlichen im Spielbetrieb bei der Stange bleiben, gibt es auch ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm. Bild: vöt
Lokales
Oberviechtach
24.03.2015
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(vöt) Der Handballverein mit seinen knapp 400 Mitgliedern befindet sich in bester Gesellschaft. Zusammen mit dem TSV Ismaning und dem Vfl Günzburg und sieben weiteren bayerischen Vereinen steht er auf der Liste der Vereinsjugend-Preisgewinner 2014. Und das schon zum zweiten Mal in Folge. Neben der DJK Neumarkt ist der HV Oberviechtach der einzige Oberpfälzer Verein, der ausgezeichnet wurde.

Seit 2013 schreibt der Bayerische Handballverband Preise für vorbildliche Jugendarbeit aus. Wichtige Entscheidungskriterien sind dabei nicht etwa der sportliche Erfolg in den Ligen oder die Anzahl von Kindern und Jugendlichen im Verein, sondern viele verschiedene Aspekte wie beispielsweise die gemeinsamen außersportlichen Aktivitäten, also das Vereinsleben.

Intensive Jugendarbeit hat im Fichtenstädter Verein, der schon sein 30-jähriges Bestehen feiern konnte, eine lange Tradition, deren Wurzeln der ehemalige Vorsitzende Heinz Weigl gesetzt und sein Nachfolger Armin Fütterer gut gepflegt haben. Auch das neue Führungstrio um Sebastian Reil arbeitet weiter unter der Prämisse, dass erfolgreiche Jugendarbeit den Fortbestand des Vereins sichert, dessen Mitglieder sich gerne als Handballfamilie bezeichnen. Dem Gewinn ging eine ausführliche Bewerbung voraus, die Jugendleiter Alexander Landgraf zusammengestellt hat. Die jungen Spieler lernen bei vielen verschiedenen Aktivitäten Selbstvertrauen zu entwickeln.

Vom Bayerischen Handballverband gab es einen Geldpreis, ein Ballset, einen Trainerausbildungsplatz und Trikots für den siebten Platz im Vereinsranking - doch eigentlich hat der Handballverein Oberviechtach in seinen 200 Kindern und Jugendlichen den wichtigsten Gewinn. In Zeiten, in denen die Mannschaftssportdichte in Bayern immer mehr ausdünnt, weil der Sport mit bequemeren Freizeitaktivitäten im Internet konkurrieren muss, konnten die Fichtenstädter 2014 eine Mannschaftsphalanx aufbieten, wie noch nie zuvor in der Vereinsgeschichte. 14 Teams im Spielbetrieb, 3500 Trainerstunden, 120 Spiele und 30 000 gefahrene Kilometer im Jahr sind Zahlen, die belegen, was hinter den Kulissen abläuft.

So ein Erfolg funktioniert aber nur mit engagierten Trainern und Betreuern und breiter Unterstützung. Dazu gehören ausreichend Hallenzeiten in Mehrzweck- und Gymnasiumhalle, Handballspiel an den Schulen und Sportförderung durch die Stadt.
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