Beantragte Fällung von Gutachten abhängig
Förster fühlt Buche auf die Rinde

Diese Rotbuche - zwischen den beiden mächtigen Fichten - unterliegt der Baumschutzverordnung. Der Bauausschuss lässt nun prüfen, ob sie bei einem Sturm eine Bedrohung für das Nachbarhaus darstellt. Die beiden anderen Bäume können gefällt werden, da sie nicht der Baumschutzverordnung unterliegen. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
23.04.2015
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Mit einer Baumschutzverordnung bewahrt die Stadt erhaltenswerte Bäume vor dem Abholzen. Ehe die Hand oder die Axt an solche Exemplare gelegt werden darf, müssen die städtischen Gremien grünes Licht geben. Am Dienstag lag dem Bauausschuss ein Antrag für die Fällung einer Rotbuche vor.

Im öffentlichen Teil der Sitzung befassten sich die Stadträte zunächst mit zwei Bauanträgen. Der Ausschuss genehmigte das Gesuch von Rudolf Josef Maier aus Pirkhof auf Erteilung der baurechtlichen Genehmigung zum Anbau einer Lagerhalle und Anbau einer Holzheizung mit Hackschnitzelbunker auf dem eigenen Anwesen. Grünes Licht gab es auch für den Antrag von Stefan Rupp auf Neubau eines Zweifamilienhauses mit Appartement und Garagen in Pullenried. Die Zustimmung zu einem weiteren Antrag für das Entfernen einer Rotbuche auf einem Anwesen in der Teunzer Straße in Oberviechtach machte das Gremium von einem Gutachten des zuständigen Revierförsters abhängig. Denn während das Abholzen von zwei mächtigen Fichten in unmittelbarer Nähe möglich ist, unterliegt die Rotbuche nämlich der Baumschutzverordnung. Ergibt die Überprüfung durch den Förster, dass die Buche marode ist, darf sie gefällt werden, ansonsten muss der Baum stehen bleiben.

Auslöser für den Antrag war das Ende März auch in der Region tobende Sturmtief "Niklas". Dabei hatten sich die angesprochenen Bäume gehörig im Wind gebogen, so dass sich der Besitzer eines Nachbaranwesens um sein Haus gesorgt hatte.
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