Bei Einsätzen warten Gefahren

Nach dem Festgottesdienst marschierten die 14 Feuerwehren durch das Dorf zur weltlichen Feier im Bierzelt, angeführt von der Stadtkapelle Oberviechtach und den Bürgermeistern Heinz Weigl (Oberviechtach) und Sonja Meier (Winklarn) sowie Kreisbrandmeister Marek Engelmann. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
10.05.2015
7
0

Wie wichtig die Feuerwehr ist, merkt man erst, wenn man sie braucht. Wie viele Wehren in den Gemeinden Oberviechtach und Winklarn "rund um die Uhr" im Ehrenamt einsatzbereit sind, wurde am Samstag beim Florianstag in Wildeppenried wieder einmal deutlich.

Der kräftige Regenguss endete kurz vor dem Kirchenzug zum Festgottesdienst. 14 Feuerwehren aus dem Bereich von Kreisbrandmeister (KBM) Marek Engelmann marschierten vom Bierzelt zur Bartholomäuskirche, wo Stadtpfarrer Alfons Kaufmann ihnen für ihre ständige Einsatzbereitschaft für die Mitbürger dankte.

Es ist zu einem schönen Brauch geworden, so der Priester, dass mit dem Florianstag der Schutzpatron der Feuerwehren geehrt wird und dass der Segen Gottes über die aktiven Feuerwehrleute bei Übungen und Einsätzen, aber auch im täglichen Leben herabgerufen wird. Um 300 n. Chr. hat der römische Soldat Florian gelebt, der sich schützend vor die verfolgten Christen gestellt hat. Deshalb wurde er gefoltert und später grausam ertränkt.

Wie die Feuerwehrleute in der heutigen Zeit, hatte auch er sich für seine Mitmenschen eingesetzt und sich damit in große Gefahr begeben. Das hatte dem Hl. Florian - wie auch schon vielen Feuerwehrleuten im Einsatz - das Leben gekostet. Solche Menschen, so Pfarrer Kaufmann weiter, brauche die Gesellschaft auch heute noch. Dazu passte auch das Evangelium vom "Barmherzigen Samariter ". In den Fürbitten betete die Feuerwehrjugend zu Gott, dass er seine schützende Hand über alle Feuerwehrleute halten möge. Die Stadtkapelle umrahmte den Gottesdienst musikalisch.

Nach dem Rückmarsch ins Zelt - mit einer kleinen Ehrenrunde durchs Dorf - begrüßte der Kommandant der Wildeppenrieder Wehr, Michael Schlagenhaufer, die Ehrengäste, unter ihnen auch Bürgermeister Heinz Weigl und dessen Winklarner Amtskollegin Sonja Meier, die zahlreich anwesenden Frauen und Männer der 14 Wehren aus dem KBM-Bereich 3/1 und dankte Pfarrer Kaufmann für den festlichen Gottesdienst. Bürgermeister Heinz Weigl und KBM Marek Engelmann dankten den Feuerwehrkameraden, dass sie so zahlreich zum Florianstag gekommen waren und der Wildeppenrieder Wehr für die mustergültige Ausrichtung. Oft merkten die Menschen, so die Redner, erst in der Not, wie wichtig die Ortsfeuerwehren eigentlich sind. Die Kommunen hätten die Verpflichtung, das richtige "Handwerkszeug" für den Einsatz bereitzustellen.

Weigl und Engelmann stellten den ständigen Übungsfleiß im Ehrenamt heraus, der immer noch zu wenig gewürdigt und meist erst bei Einsätzen zu erkennen sei. Viele Mitbürger hätten schon von der Einsatzbereitschaft der Feuerwehren profitiert.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.