Beim Burgfest fliegen die Fetzen

Zum Frühschoppen spielten die "Biersöider" zünftig auf.
Lokales
Oberviechtach
06.08.2015
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Das war ein "Hauserner Burgfest" nach Maß. Für herrliches Wetter sorgte der Herrgott, für die gute Organisation die Feuerwehr und für Musik und Stimmung die "Biersöider" und die "Waldlerboum". Und bei Schwertkämpfen flogen, wie vor Jahrhunderten die Fetzen.

Dass einmal an ihrem 40. Hochzeitstag so ein tolles "Hauserner Burgfest" gefeiert wird, hätten sich die beiden Obermuracher Martha und Hans Wild ganz sicher nicht träumen lassen.

Doch genau im Jahr 1975, in dem sie sich das "Ja-Wort" gaben, hat der damalige Vorsitzende Alois Gürtler mit der Obermuracher Feuerwehr das erste "Hauserner Bürgerfest" organisiert. Nach alter Tradition begann das "Hauserner Burgfest" wieder mit einem Festgottesdienst, der von den beiden gebürtigen Oberviechtachern, Pfarrer Johannes Kiefmann und Pater Alfons Brunner zelebriert und von den "Vöichtacher Boum" mit ihren herrlichen Männergesang festlich umrahmt wurde. In seiner Predigt ging Pfarrer Johannes Kiefmann auf das Johannesevangelium ein und ermunterte die zahlreich anwesenden Gläubigen, das "Brot Gottes" zu essen.

Dadurch würden sie auch den tiefen Glauben in sich spüren. Er dankte der Hauserner Feuerwehr, dass sie in ihre Fest Gott mit einbeziehen, da es immer mit einem feierlichen Festgottesdienst in der herrlichen Burgkulisse beginnt.

Spiel und Spaß

Nach dem Gottesdienst, für den alle Beteiligten für die schöne Gestaltung viel Beifall bekamen, spielten die "Biersöider" zünftig zum Weißwurstfrühschoppen auf und einige bleiben der Einfachheit halber gleich bis zum Nachmittag im Burghof bei guter fester und flüssiger Verpflegung sitzen. Am Nachmittag bis in den Abend hinein sorgten die "Waldlerboum" für beste Stimmung; die Kinder ließen sich schminken oder nahem ein "Sandbad". Die große Attraktion waren die Kämpfe der Gladiatoren vom Ritterorden "Kommende Ratisbona" aus Regensburg, deren Ursprung auf die Gründung 1910 und auf die Kreuzzüge im Jahre 1250 zurückgeht. Die "Ordernsritter", die in der Burg ihre Zelte aufgeschlagen hatten, zeigte in ihren rüstungsähnlichen Kampfgewändern keine Schau- sondern Vollkontaktkämpfe, bei denen es hart zuging und am Ende die Kämpfer ausgepowert zu Boden sanken.

Gab es schon den ganzen Tag über leckere Grillgerichte und Fisch vom Grill, so war auch am frühen Abend die "Sau am Spieß" schnell abgefieselt und immer wieder mussten Steaks und Bratwürste nachgeordert werden. Unter romantischer Illumination klang das "Hauserner Burgfest" diesmal sehr spät aus.
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