Beim Heimspiel von Ovigo geht das Publikum im Pfarrheim begeistert mit - Provokationen
Konflikte und viel Situationskomik

Freude über eine rundum gelungene Inszenierung herrschte bei den vier Schauspielern und dem Helferteam hinter den Kulissen, sowie bei Regisseur Florian Wein (vorne links). Bild: lg
Lokales
Oberviechtach
15.04.2015
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Am Anfang werden Großzügigkeit und gutbürgerliche Umgangsformen praktiziert, als zwei Ehepaare eine Rauferei der beiden elfjährigen Söhne aus der Welt schaffen wollen, bei dem einer der Jungen zwei Zähne verlor. Doch dann bröckelt die Fassade der Höflichkeiten immer mehr und die Atmosphäre wird immer aggressiver.

Beim Heimspiel von Yasmina Rezas Theaterstück "Der Gott des Gemetzels" durfte sich das Ovigo-Ensemble über ein begeistert mitgehendes Publikum im Pfarrheim freuen, das mit Applaus nicht geizte, wenn Vanessa Civiello, Julia Ruhland, Florian Wein und Uli Scherr unter der Regie von Florian Wein die konfliktträchtigen Szenen, Provokationen oder die Situationskomik ausspielten. Etwa wenn sich die Mutter des Täterknaben übergeben muss und hierbei einen wertvollen Bildband mit Werken von Wolfgang Pöhlmann in Mitleidenschaft zieht.

Frische Inszenierung

Mit dem Maler und früheren Regisseur der Theatergruppe hat Florian Wein Lokalkolorit ins Spiel gebracht, wobei er auch den Handlungsort des Stücks von Paris nach München verlegt hat und hierbei Ausblicke auf die Oberpfalz einflicht. Die vier Schauspieler, unterstützt durch ein engagiertes Team hinter den Kulissen, boten am Wochenende auf der Pfarrheim-Bühne eine frische, mitreißende Inszenierung, die vorher schon in Neunburg vorm Wald, Nürnberg und Regensburg sehr erfolgreich aufgeführt worden war.
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