Bewegung fördert Intelligenz

Mit Begeisterung machten die Eltern die Bewegungsübungen nach, mit denen die Kinder in der Schule das Gleichgewicht trainieren und die Körperhaltung stärken. Bild: weu
Lokales
Oberviechtach
04.03.2015
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Schulanfänger sollten schon zum ersten Schultag eine ganze Reihe von Fähigkeiten mitbringen und dies sowohl im sozialen, als auch im geistigen Bereich. Die Lehrerinnen Anneliese Pronold und Elfriede Weiß referierten im Kindergarten "St. Marien" zum Thema "Schulfähigkeit".

Beim Informationsabend wurde ein vielfältiger Kriterienkatalog vorgestellt, der unter anderem Grob- und Feinmotorik, Sozialverhalten und die Wahrnehmungsbereiche Tasten, Hören und Sehen beinhaltet. Obwohl Dialekt eine bedeutende Rolle spielt, sollte das Kind mit der Standardsprache vertraut sein und diese auch verstehen. Außerdem sollte Gesprächsbereitschaft vorhanden sein, Fragen zur Person sollten beantwortet und Gegenstände richtig benannt werden.

Gespräche und Vorlesen

Flüssiger Sprachrhythmus, lautrichtiges und grammatikalisch richtiges Sprechen sind dafür Voraussetzungen "Führen Sie mit ihrem Kind lange Gespräche und lesen Sie ihm vor", riet Anneliese Pronold. Der Zahlenbegriff bis zehn sollte sitzen und Mengen sollte das Kind richtig einschätzen können. Bewegung unterstützt auch die Intelligenz. Damit warnten die Referentinnen vor dem zunehmenden Bewegungsmangel, der mit mangelndem Gleichgewichtsempfinden und fehlerhafter Körperhaltung einhergeht.

Einige Übungen dazu führten die Eltern sogleich durch. Auch der richtige Umgang mit Schere und Papier und die richtige Stifthaltung geben Rückschlüsse auf die altersgemäße Entwicklung. Eltern sollten deshalb Kinder mit Schwierigkeiten unterstützen und nicht Aufgaben abnehmen. Viel Wert sollte auf Höflichkeit gelegt werden. Das Elternhaus diene dabei als Vorbild und präge das spätere Sozialverhalten.

Selbstvertrauen fördern

Das Kind sollte sich in die neue Gruppe einfügen, Freude am Spiel zeigen und kooperationsfähig sein. Schließlich wurden noch wichtige Persönlichkeitsmerkmale aufgezählt, die für den neuen Lebensabschnitt eine immense Bedeutung haben: Pflichtbewusstsein, Aufmerksamkeit, gesundes Selbstvertrauen und ein gewisses Maß an Selbstständigkeit. Studienrätin Alexandra Bayer gab wertvolle Tipps zur Inklusion an der Doktor-Eisenbarth-Schule. Sie erklärte, wie der Unterricht aussieht und welche Fördermöglichkeiten es gibt. Konrektor Horst Bittner stellte die Sprache in den Mittelpunkt seiner Ausführungen.

Er empfahl die Erweiterung des Wortschatzes durch intensive Beschäftigung mit den Kindern. Die Kindergartenleiterinnen Christa Welnhofer und Sabine Forster bedankten sich bei den Referenten des Abends für die wertvollen Tipps.
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