Blüte der Erneuerung

Im 50. Jubiläumsjahr der Auferstehungskirche erinnerte die evangelische Kirchengemeinde mit einer Blumenaktion in besonderer Weise an den bedeutenden Reformator Martin Luther. Im Jahr 2017 werden 500 Jahre Reformation gebührend gewürdigt. Bild: weu
Lokales
Oberviechtach
03.11.2014
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Der Reformationstag ist einer der höchsten Feiertage im Kirchenjahr der evangelischen Christen. Zum Predigtgottesdienst am Freitagabend begrüßte Pfarrer Dr. Harald Knobloch viele Gläubige in der Auferstehungskirche.

Der Pfarrer erinnerte in der Predigt an den "Lutherkopf" aus 20 000 Tulpen, welcher der Gemeinde ein "blühendes Jubiläumsjahr" beschert habe und über den mittlerweile "Gras gewachsen ist". Nicht so bei der Reformation. "Fast 500 Jahre schon feiern und gedenken wir der Reformation. Sie ist die Blüte der Erneuerung des Glaubens", legte Dr. Knobloch dar.

Das Ergebnis der Reformation sei ein neuer Blick auf das Verhältnis Gottes zu den Menschen. "Aus der Knospe der Erneuerung wurde die Blüte des Evangeliums", sagte der Geistliche und folgerte daraus, dass das Evangelium Menschen tröstet und befreit. In der Predigt verdeutlichte er, dass Gnade von Gott unverdient gewährt werde und sie nicht "verdienbar" sei. Die Grundeinsicht Martin Luthers war, dass sich Gott in Jesus Christus dem Menschen allein aus Gnade ("Sola gratia") zuwendet.

Aus Gnade liebt Gott den Sünder und vergibt ihm. Der Kerngedanke der Rechtfertigung allein aus Gnade ist: "Gott liebt den Menschen aus Gnade, nicht aufgrund seiner Werke oder Verdienste." Das Erbe der Reformation, wonach nur Gottes Gnade einem Menschen Identität und Wert gibt und nicht das, was er leistet oder wer er ist, stellte Pfarrer Knobloch anhand der Erfahrungen von Paulus dar. "Gottes Gnade ist auch immer Kritik gegenüber allen menschlichen Wertvorstellungen", schlussfolgerte er. Der Wert einer Person hänge weder vom Geschlecht ab noch vom gesellschaftlichen Status oder vom Vermögen. Gott liebt Menschen nur aus Gnade, und das mache frei.
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