Bürger sammeln Unterschriften - Verstärkt Kontrollen
"Stopp" für Raser

Die 30er-Zonen werden von der Polizei künftig stärker ins Visier genommen. Viele Anlieger beklagen den "Raserwahnsinn" und haben sich in einer Unterschriftenaktion an die Stadt gewandt. Bild: Köppl
Lokales
Oberviechtach
22.08.2015
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(kö) "Stopp dem Raserwahnsinn in der Tempo-30-Zone": Vertreter dieser Initiative haben bei Bürgermeister Heinz Weigl im Rathaus vorgesprochen und knapp hundert Unterschriften überreicht. "Das kann ich voll unterstützen, in Oberviechtach wird grundsätzlich zu schnell gefahren, hauptsächlich auch in den 30er-Zonen", sagt dazu das Stadtoberhaupt.

"Die Situation ist für die Anlieger sehr belastend!" heißt es weiter auf dem Unterschriftsbogen. Namentlich sind die 30er-Zonen im Kapellenweg, in der St.-Wendelin-Straße, Im Wiesengrund und im Bischofsweg genannt. Laut Bürgermeister Heinz Weigl ist dies leider auch auf die anderen verkehrsberuhigten Bereiche in der Stadt übertragbar und nicht nur auf diese. "Kürzlich ist in der Kastlstraße ein Moped an mir vorbeigedonnert. Das hatte mindestens 80 Sachen drauf, ich konnte nicht einmal das Nummernschild ablesen", weiß der Bürgermeister aus eigener Erfahrung.

Der Raserei soll nun Einhalt geboten werden. Weigl hat dazu bereits Gespräche mit der Polizei geführt, die verstärkt kontrollieren wird. Auch die Laserpistole wird dabei zum Einsatz kommen. "Gerade in den verkehrsberuhigten Straßen ist der Führerschein bei überhöhter Geschwindigkeit schnell weg", gibt der Bürgermeister zu bedenken.

Zudem gilt in den 30er-Zonen bekanntlich "Rechts vor links". Das heißt, man muss sich an die Einmündungen "herantasten" und bremsbereit sein. Weigl ermuntert die Bürger auch, gerne mal genauer hinzuschauen und die Kennzeichen "notorischer Raser" aufzuschreiben und der Polizei zu melden. Dem Bürgermeister stoßen auch noch weitere "Unsitten" - genau genommen Verkehrsverstöße - auf, bei denen künftig genauer hingeschaut wird: Zum einen ist dies das Halten und Parken entgegen der Fahrtrichtung und zum anderen das Parken auf Gehwegen. Der Bürgermeister sieht hier eine nicht hinnehmbare Gefährdung für die Fußgänger.

"Senioren mit Rollatoren und Mütter mit Kinderwägen müssen dann vom Gehweg auf die Straße herunter", beklagt er und appelliert an die Vernunft der Kraftfahrer.
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