Da klatscht nicht nur der Seppl

Lokales
Oberviechtach
19.03.2015
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"Frühlingserwachen" wäre ebenfalls ein guter Titel für die Josefifeier des Oberpfälzer Waldvereins (OWV). Denn es war nicht nur eine Namenstagsfeier, sondern eine mit Frohsinn und Musik gespickte Veranstaltung auf der mit Frühlingsblumen geschmückten Bühne.

Kaum hatte sich der Pfarrheimsaal bis auf den letzten Platz gefüllt, legten die Musiker der "Blescher Blosn" mit dem Begrüßungsmarsch los. Dem schloss sich der OWV-Ortsvorsitzende Günther Flierl an und begrüßte neben den beiden Bürgermeister-Stellvertretern Christa Zapf und Hans Hösl auch die drei OWV-Nachbarvereine aus Eslarn, Schönsee und Stadlern sowie Vereinsabordnungen aus dem Stadtgebiet.

Das Duo "Blecherne Sait'n" begrüßte die Gäste auf ihre Art - was nicht so charmant ausfiel, aber mit viel Applaus belohnte wurde. Im Dialekt führte der für seine Späße bekannte Humorist Anderl Lobinger diesen Dialog weiter und damit das ja nicht falsch verstanden wird, kündigte er an: "I red, wei ma da Schnobl g'wachsn is, i glaub na bast's a gwis." Bei der weiteren Moderation wurde er aber von Ingrid und Franz Gericke aus Schnaittenbach stark entlastet, die zusammen mit Sepp Donhauser den Abend mit Musik und Gesang mitgestalteten und auch die Lachmuskeln des Publikums fortlaufend stark beanspruchten.

Spontane Sternpolka

Nicht minder zogen auch die beiden weiteren Musikformationen, die "Blescher Blosn" und die "Biersejder" - alles junge Musiker aus der Region Oberviechtach - mit ihrer altbayerischen Musik die volle Aufmerksamkeit der Gäste auf sich. Dabei animierten sie immer wieder zum Mitsingen und wurden für ihre Darbietungen auch mit reichlich Applaus belohnt. Ganz spontan führte die Volkstanzgruppe des Gartenbauvereins Oberviechtach mit der Sternpolka einen Tanz auf. Fester Bestandteil der Josefifeier ist jedes Jahr die gut bestückte Tombola, die wieder für so manche Überraschung gut war.

Gäste aus Syrien

Alles in allem erlebten die zahlreichen Besucher wieder eine zünftige Feier, die nicht nur den Josefs, Seppeln und Josefinen Gefallen bereitete. Auch eine Gruppe syrischer Asylbewerber durfte diesen bayerischen Brauchtumsabend miterleben. Selbst ihnen konnte man von den Gesichtern ein Wohlgefallen ablesen, über diese für sie ganz unbekannte Art des Feierns.
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