Damit auch das Umfeld passt

So wird die künftige Innenhof- und Platzgestaltung später aussehen: im Vordergrund das neue Geschäftshaus mit der angedeuteten Passage und dahinter der dreigeteilte Platz mit der weitergeführten diagonalen Passage, dem Wasserlauf mit Brunnen, den Geh- und Aufenthaltsflächen und der Begrünung. Entwurf: Architekturbüro Schönberger
Lokales
Oberviechtach
16.04.2015
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Ein Kompromiss, mit dem sowohl die Stadt als auch der Fördergeber leben kann: das war der Tenor im Stadtrat, der die Umplanungen bei der Platzgestaltung am "Haus der Stiftung" einstimmig absegnete. Der angenehme Nebeneffekt - das Ganze wird auch billiger.

Die Platzgestaltung und die Neuordnung des Umfelds beim "Haus der Stiftung" bildeten den zentralen Beratungspunkt in der Sitzung des Stadtrates am Dienstagabend. Im Sommer soll nicht nur das "Haus der Stiftung" bezugsfertig sein, sondern auch das Umfeld zum Flanieren und Verweilen einladen.

Etwas "abgespeckt"

In der März-Sitzung hatte sich der Stadtrat bereits mit dieser Thematik befasst und für das von Architekt Christian Schönberger erstellte Konzept den Zuwendungsantrag gestellt, um dafür Städtebaufördermittel in Anspruch nehmen zu können. Amtsrat Peter Spichtinger und Christian Schönberger berichteten am Dienstagabend von einem zwischenzeitlichen Besprechungstermin mit Baudirektorin Birgitt Niegl bei der Regierung der Oberpfalz.

"Dabei wurde der gesamte Platz nochmal hinterfragt", sagte Schönberger und Spichtinger konkretisierte die Auffassung des Fördergebers: "Der Platz um das Haus der Stiftung habe nicht die Bedeutung wie etwa der Marktplatz und deshalb soll nicht so viel Plattenbelag verwendet werden und mehr mit wassergebundenen Flächen gearbeitet werden". Die diagonale Passage werde bleiben und am Rossmann-Neubau entlang entsteht eine behindertengerechte Rampe. Dazu gibt es einen verkürzten Wasserlauf mit Brunnen und Gelände umfassende Gitterroste.

Im Prinzip entstehen drei Plätze, die von Stadtlinden "überdacht" werden, während zur Straße hin ein 2,50 Meter breiter Gehstreifen entsteht und zwischen Gehweg und Gebäude Hainbuchen gepflanzt werden. Besondere Beachtung findet laut Schönberger auch die verpflichtende "DIN 1840" für barrierefreies Bauen. Gekrönt werden soll die Platzgestaltung mit Glaskunst zum Wirken von Dr. Max und Margret Schwarz. Nach dem ursprünglichen Konzept wurden für die Gesamtmaßnahmen auf den rund 1 000 Quadratmetern Freifläche 425 700 Euro errechnet bei Städtebaufördermitteln von rund 241 000 Euro. Bei der "abgespeckten" Variante entstehen Brutto-Kosten von 392 000 Euro bei einer Förderung von knapp 214 000 Euro.

Die Stadträte Christian Schneider und Egbert Völkl plädierten zwar für die ursprünglich höherwertige Platzgestaltung, dennoch gab es am Ende einen einstimmigen Beschluss zur Umplanung. "Das ist ein tragbarer Kompromiss zwischen Stadt und Fördergeber und das Ganze kommt auch etwas günstiger", merkte Bürgermeister Heinz Weigl an, der sich nun schnell den vorzeitigen Maßnahmenbeginn wünscht. Heuer erstmals findet am Samstag, 9. Mai, der "Tag der Städtebauförderung" statt.

Info-Stand und Rundgang

Bürgermeister Heinz Weigl schlug vor, dass sich auch Oberviechtach daran beteiligt. "Wir betreiben seit den 70er Jahren Städtebauförderung, haben seither auch einiges geschaffen und erwarten auch immer wieder Fördergelder", begründete er seinen Vorschlag. Geplant ist am Vormittag ein Info-Stand am Marktplatz zur Städtebauförderung und anschließend ein Rundgang durch die Stadt. Mit Plakaten und Flyern will man auch bei möglichst vielen Bürgern dafür Interesse wecken.
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