Die Barrierefreiheit im Blick

Nicht nur Senioren fühlen sich wohler, wenn sie die Staatsstraße an der Ampel überqueren können.
Lokales
Oberviechtach
30.10.2015
1
0

Wie kann man die Arbeit optimieren und die Senioren mehr in den Fokus der Allgemeinheit stellen? Auf der Sitzung des Seniorenbeirates fiel dazu das Zauberwort "Vernetzung". Lob gab es für die Maßnahmen der Stadt zur Barrierefreiheit.

Zur Sitzung traf sich der Seniorenbeirat diesmal im Alten- und Pflegeheim. Reinhold Malzer, der im Vorjahr bestellte neue Seniorenbeauftragte der Stadt, legte eine eindrucksvolle Bilanz seiner bisherigen Arbeit vor und zeigte Perspektiven für die kommenden Jahre auf. Seine Arbeit, so Malzer, könne aber nur auf fruchtbaren Boden fallen, wenn alle, die Seniorenarbeit leisten, an einem Strang ziehen. Der Vorsitzende freute sich, dass auch Bürgermeister Heinz Weigl, Altbürgermeister Wilfried Neuber, Pfarrer Dr. Harald Knobloch und einige weitere Ehrengäste gekommen waren.

Ampeln für mehr Sicherheit

Malzer sprach Bürgermeister und Stadtrat seine Anerkennung dafür aus, dass gerade in den vergangenen Monaten und Jahren viele Projekte fertiggestellt werden konnten, bei denen die Belange und möglichen Probleme der Senioren berücksichtigt worden sind. Als Beispiele dafür nannte er die Verlegung der AOK ins Zentrum der Stadt, das "Haus der Stiftung" mit Arzt- und Zahnarztpraxis, Apotheke und Reisebüro in einem schönen Gebäudekomplex. Die von Ampeln unterstützte Verkehrsregelung in diesem Umfeld mache sowohl Senioren als auch behinderten Menschen das Überqueren der Straßen gefahrlos möglich. Hier galt sein besonderer Dank der Dr. Max- und Margret-Schwarz-Stiftung und Nachlassverwalterin Erika Odemer, ohne die vieles nicht möglich gewesen wäre. Mit diesen und noch geplanten Baumaßnahmen, so Malzer, sei Oberviechtach auf dem besten Weg zur "Barrierefreiheit". Er bedauerte, dass der Bau einer weiteren öffentlichen Toilette hier nicht mit einbezogen wurde.

Als eine Bereicherung für die Stadt sah der Seniorenbeauftragte auch den Bau des "Mehrgenerationenhauses" der AWO. Auch er selbst, so Malzer, sei im ersten Jahr seiner Amtszeit nicht untätig gewesen. Er habe zahlreiche Seminare und Weiterbildungen besucht, was ihm seine Arbeit künftig erleichtern werde. Themen waren "Kommunale Seniorenbeauftragte", "Begegnungs-Management" und "Wohnberatung für Senioren". Weitere Kurse stehen noch an.

Beeindruckt von dieser fundierten Vorbereitungsarbeit des neuen Seniorenbeauftragten zeigten sich nicht nur die Mitglieder im Gremium. Bürgermeister Heinz Weigl dankte für die ehrenamtliche Arbeit und meinte, dass man mit Reinhold Malzer wohl die richtige Person für dieses Amt gefunden habe. Wie in der Vergangenheit, werde auch bei künftigen Baumaßnahmen ein besonderes Augenmerk auf die Belange der Senioren und Behinderten gelegt. "Wo immer es möglich ist, muss im gesamten Stadtgebiet die Barrierefreiheit hergestellt werden", bekräftigte Weigl. Auch die Tradition der Seniorennachmittage werde beibehalten. Doch es müsse noch mehr für die älteren Bürger getan werden, was auch die Meinung Malzers war.

"Hausaufgabe"

In der sich anschließenden "freien Aussprache" nannten die Gremiumsmitglieder einige Probleme und den Wunsch nach einem "Senioren-Veranstaltungskalender". Das Wichtigste aber sei, dass alle Organisationen mit Seniorenarbeit eng zusammenarbeiten und sich vernetzen. Deshalb wird in einigen Wochen erneut eine Zusammenkunft stattfinden, bei der Lösungen für diese Vernetzung gefunden werden sollen.

Als "Hausaufgabe" gab Malzer den Beiratsmitgliedern mit, Lösungsmöglichkeiten auf dem Weg zu einer noch seniorenfreundlicheren Stadt zu überlegen und auszuarbeiten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.