"Dreifaltigkeit" im Doppelpack

Treffpunkt für die Wanderung war das Baumer-Marterl.
Lokales
Oberviechtach
10.09.2015
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"Dreifaltigkeit" - ist damit die Darstellung der christlichen Dreieinigkeit "Gott Vater, Gott Sohn, Gott heiliger Geist" gemeint, oder ein Stadtteil von Oberviechtach? Beides ist richtig und darum wurde die Eingangstüre der Dreifaltigkeitskapelle zum Tag des offenen Denkmals für die Besucher geöffnet.

Der gebürtige Oberviechtacher und jetzige Pfarrer von Schlicht und Vilseck, Johannes Kiefmann, gestaltete zusammen mit zwei weiteren Priesterkollegen eine Andacht. Der Vorsitzende des Oberpfälzer Waldvereins (OWV) und Kirchenpfleger Günther Flierl verkündete eine gute Nachricht.

Interesse wecken

Deutschlandweit wird am jeweils zweiten Sonntag im September der "Tag des offenen Denkmals" begangen. Mit dieser Aktion ist beabsichtigt, bei der Bevölkerung das Interesse und die Bedeutung am kulturellen Erbe zu steigern. Seit Jahren öffnet an diesem Tag auch das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum seine Pforten zur Museumskirwa, bzw. dem sogenannten Marktmühltag. Darüber hinaus gibt es aber im Stadtbereich zahlreiche weitere Denkmäler, die ebenfalls eine besondere Aufmerksamkeit verdienen. Darum wurde erstmals bereits eine Woche vor dem offiziellen Denkmaltag die Bevölkerung eingeladen zur Ebnerkapelle im Stadtteil Dreifaltigkeit.

Start am "Baumer-Marterl"

Treffpunkt war das zu den Kleindenkmälern zählende "Baumer-Marterl". Von hier aus wanderten die Teilnehmer zur Kapelle. Dort gestaltete zunächst Pfarrer Johannes Kiefmann und sein Kaplan, Pfarrvikar Hrudaya Kumar Madanu aus Indien, zusammen mit Pfarrer Lothar Kittlberger eine Andacht zur Heiligsten Dreifaltigkeit. Gleichzeitig würdigte Kiefmann die Bereitschaft der Bevölkerung, solche Baudenkmäler für die Nachwelt zu erhalten.

Im Anschluss ging Kreisheimatpfleger Ludwig Berger auf die Ergebnisse der Geschichtsforschung in Bezug auf dieses sakrale Bauwerk ein. In diesem Zusammenhang bedankte er sich bei Marianne Schwinger für die jahrelange Sorge um das Kirchlein. Ein Aufatmen konnte man bei den Anwesenden spüren, als sich Günther Flierl zu Wort meldete. Auch er bedankte sich zunächst bei Frau Schwinger für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und brachte ihre Bitte vor, aus Altersgründen von dieser Aufgabe entbunden zu werden. Gleichzeitig fügte er aber an, dass er als OWV-Vorsitzender sich in Zukunft um die Belange der Ebnerkapelle kümmern wird, was von den Anwesenden mit Beifall quittiert wurde.

Zweite Bürgermeisterin Christa Zapf schloss sich den Dankesworten von Pfarrer Kiefmann an die Bevölkerung sowie für die Tätigkeit von Marianne Schwinger an. Sie bedankte sich im Namen der Stadt auch bei Günther Flierl für die Zusage der künftigen Kapellensorge.
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