Ein exzellenter Anwärter

Die Schüler Theresa Bösl und Michael Bösl halten den Beweis in Händen: Am OrtenburgGymnasium haben MINT-Fächer einen hohen Stellenwert. Studiendirektor Mathias Schaller und Dr. Hartmut Sommer (von links) sowie Ministerialdirigent Walter Gremm (Mitte) Oberstudienrat Johannes Klug und Thomas Sattelberger (rechts) freuen sich mit den Schülern über die Auszeichnung. Bild: lg
Lokales
Oberviechtach
15.10.2015
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Das Oberviechtacher Gymnasium hat, was sich die bayerische Wirtschaft sehnlichst wünscht: hochqualifizierten Nachwuchs. Arbeitgeberverband und Kultusministerium wissen das zu schätzen. Doch umsonst gab es diese Lorbeeren für die Schule nicht.

Das Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach (OGO) hat für seine Schwerpunktsetzung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) eine herausragende Auszeichnung herfahren: Thomas Sattelberger, Vorsitzender der BDA/BDI- Initiative "MINT Zukunft schaffen", Dr. Hartmut Sommer von der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik sowie Ministerialdirigent Walter Gremm, Leiter der Gymnasialabteilung im bayerischen Kultusministerium würdigten die Schule für diese Leistung.

Fachkräftemangel

Das Oberviechtacher Gymnasium trägt seit 2014 sogar als Anwärterschule den Titel "MINT Excellence Center", womit der Leuchtturmcharakter im naturwissenschaftlichen Bereich honoriert wird. Und nicht zum ersten Mal wird das Oberviechtacher Gymnasium für sein Engagement in den naturwissenschaftlichen Fächern ausgezeichnet. Das Prädikat musste es sich aber durch vielfältige Aktivitäten verdienen. Dr. Christof Prechtl, Leiter der Abteilung Bildung bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, erklärte: "Die bayerische Wirtschaft braucht hochqualifizierte MINT-Nachwuchskräfte. Bereits im Jahr 2020 werden mehr als 230 000 Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt in Bayern fehlen."

"Um diesem Mangel entgegen zu wirken, benötigen wir in den Schulen Programme, die früh die Begeisterung junger Menschen für Technik fördern",gab Dr. Prechtl zu bedenken.

Forschungscamps

Diese Förderung wurde am Ortenburg-Gymnasium in den vergangenen Jahren enorm ausgebaut, wie die erfolgreichen Teilnahmen an naturwissenschaftlichen Wettbewerben, Exkursionen zu Chemie- und Technikbetrieben, eine schulinterne Wissenschaftsmesse und die Teilnahme interessierter Schüler an mehrtägigen Forschungscamps zeigen. Die "MINT-freundlichen Schulen" werden für Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft besonders unterstützt.

Bundesweite Partner der Initiative "MINT Zukunft schaffen" zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.
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