Einbahnstraße auf Zeit

Die Leerrohre für die neuen Ampeln sind bereits verlegt. Parallel dazu wird bereits an den Bordsteinkanten für den neuen Gehweg an der Ecke Bahnofstraße/Nunzenrieder Straße gearbeitet.
Lokales
Oberviechtach
19.06.2015
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Umdenken ist gefragt, wenn Großbaustellen ihren Tribut fordern. Schwerpunkt ist in Oberviechtach bis Ende August die Bahnhofstraße. Dort blockt eine Ampel den Verkehr, zusätzlich heißt es "Einbahnstraße". Und nur für ein besonderes Fest machen die Bauarbeiter eine Ausnahme.

Rund um das "Haus der Stiftung" an der Bahnhofstraße treffen Handwerker und Bauarbeiter aufeinander. Mal wird an der einen Ecke gegraben, dann muss der Teer an anderer Stelle weichen. Die Verkehrsteilnehmer sind an den neuralgischen Punkten in Bahnhofstraße, Nunzenrieder Straße und Hütgraben öfter mal mit einer neuen Verkehrsführung konfrontiert. Auf die aktuellen Behinderungen hat nun die Stadt bei einem Pressetermin aufmerksam gemacht.

Wasserleitung passt

"Die Wasserleitung in der Straße ist bereits verlegt, das Haus der Schwarz-Stiftung ist versorgt" verkündet der Geschäftsleitende Beamte der Stadt, Wolfgang Ruhland, bei einem Treffen an der Baustelle mit Bürgermeister Heinz Weigl, Korbinian Schönberger vom Architekturbüro, dem Verkehrs-Sachbearbeiter bei der Polizei, Karlheinz Senft, und Vertretern des Straßenbauamtes. Auch Ausbesserungen an der Kanalisation konnten erledigt werden.

Doch noch ragen schwarze Plastikrohre aus der Erde, während die Bauarbeiter an der Einmündung der Nunzenrieder Straße in die Bahnhofstraße schon damit beginnen, die Bordsteine für den Gehsteig zu setzen. "Das sind die Leerrohre für die Lichtsignale", erläutert Ruhland.

Doch auch bei "Grün" fließt der Verkehr in der Bahnhofstraße momentan wegen der eingeengten Fahrbahn nur in eine Richtung. Betroffen ist der Abschnitt ab der Watzlikstraße bis zur Bezirksamtstraße, denn aktuell haben die Fahrzeuge auf der Kindergartenseite wenig Platz. Aber auch wenn hier wieder Schotter aufgebracht ist, bleibt die Bahnhofstraße weiterhin Einbahnstraße, denn dann geht es auf der gegenüber liegenden Seite weiter mit den Baumaßnahmen. Der Verkehr aus Richtung Schönsee muss also noch einige Wochen zwangsweise nach rechts in die Bezirksamtstraße abbiegen. Wer Richtung Schönsee will, darf lediglich die Ampel nicht ignorieren.

Karlheinz Senft, Verkehrssachbearbeiter bei der Polizei, und Bürgermeister Heinz Weigl sind zuversichtlich, dass die Umleitung funktioniert. "Das dauert ein paar Tage, dann haben sich die Leute daran gewöhnt", meint der Bürgermeister. "In den größeren Städten müssen die Autofahrer bei so einer Baustelle oft zehn Kilometer Umweg in Kauf nehmen", gibt er zu bedenken. "Da jammert keiner, wenn er einen Kilometer bis zum Hertie zu Fuß gehen muss. Bei uns wird geschimpft, wenn man nicht direkt vor der Metzgerei parken kann." Wenn Gehweg, Bordsteine und Haltebuchten wieder perfekt sind, gibt es noch immer eine Gegebenheit, mit der sich die Oberviechtacher auch künftig arrangieren müssen: die Ampeln. Das bisherige Provisorium weicht dann einer dauerhaften Installation, die Fundamente werden derzeit erstellt.

"Grün" für Jubiläum

An insgesamt vier Stellen heißt es für Autofahrer und Fußgänger, sich in Geduld zu üben und "Grün" abwarten. Nach Schätzung der Fachleute soll es an "Mariä Geburt", also ab 8. September soweit sein mit der neu geregelten freien Fahrt. Eine "Pause" machen die Bauarbeiter aber zwischendurch: Für das Jubiläum der Oberviechtacher Feuerwehr mit Festzug (10. bis 13. Juli) haben vorübergehend zumindest die Fußgänger im Baustellenbereich grünes Licht.
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