Empfang in Prager Repräsentanz

In der bayerischen Repräsentanz in Prag wurden die Oberviechtacher Schüler und ihre tschechischen Partner vom stellvertretenden Leiter Christopher Vickers empfangen. Bilder: pso (2)
Lokales
Oberviechtach
20.10.2015
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Bayern hat erst 2014 seine Repräsentanz in Prag eröffnet. Der Schüleraustausch des Ortenburg -Gymnasiums mit der Obchodní Akademie in Prag öffnet die Grenzen zwischen den Ländern und Kulturen schon seit über 25 Jahren. Jedes Mal wird ein neues Programm mit Höhepunkten festgelegt.

Der Empfang in der bayerischen Repräsentanz in Prag war für die Oberviechtacher Austauschschüler ein besonderes Erlebnis. Der stellvertretende Leiter dieser Institution, Christopher Vickers, empfing die Jugendlichen mit den begleitenden Lehrkräften Dr. Christine Paschen und Ulrich Wohlgemuth sowie die Prager Partnerschüler.

Mehr als nur "da" sein

Überrascht stellten die Besucher fest, dass zu einer Repräsentanz mehr gehört als nur "da" zu sein. Sie soll die Beziehungen zwischen Tschechien und Bayern als direkte Nachbarn weiter intensivieren und dient als erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger aus Tschechien und Bayern. Dadurch soll sie auch helfen, Kooperationen und fachliche Kontakte zu schließen. Da auch der Schüleraustausch der nachbarschaftlichen Begegnung dient, fühlten sich die Ortenburger hier gut aufgehoben. Nachdem man sich in das offizielle Gästebuch eingetragen hatte, wurde vom Fotograph Herbert Pöhnl aus Furth im Wald, der unter anderem durch die Ausstellung "HinterBayern" bekannt geworden ist, ein Erinnerungsfoto gemacht. Dies war aber nur einer von vielen Höhepunkten im diesjährigen achttägigen Besuchsprogramm.

Die Partnerschaft hatte im Frühjahr 2015 den Brückenbauer-Preis erhalten. Deshalb appellierte Dr. Christine Paschen in ihrem Grußwort, weiterhin an der Partnerschaft zu arbeiten. "Was wir Ergebnisse nennen, ist nur der Anfang!", lautete ihr Impuls an die Jugendlichen beider Länder. Mgr. Lubos Turner gab ein Paradebeispiel dafür und präsentierte die von ihm entwickelte Internetseite für den Austausch. Eine Ehrung gab es für die Schülerinnen Anna-Lena Deml und Valentina Meixner für ihre dreimalige Teilnahme an den Begegnungsveranstaltungen.

Die tschechischen Partner ließen es sich natürlich nicht nehmen, ihren deutschen Freunden persönlich die Stadt zu zeigen. Der Rundgang durch die Altstadt führte z.B. zu Sehenswürdigkeiten wie der Aposteluhr oder dem Ständetheater. Als markanter Punkt wurde die nationale Gedenkstätte für die Heydrich-Attentäter in der Kyrill- und Method-Kirche besucht. Hier hatten sich 1942 nach dem Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich die Aufständischen versteckt, bevor sie einer SS-Einheit zum Opfer fielen. Bei den Schüler löste die Gedenkstätte große Betroffenheit aus.

"Na shledanou!"

Auch die Führung durch die Prager Burg gestalteten die tschechischen Schülerinnen und Schüler. Die Sightseeingtour rundete eine Bootsfahrt auf der Moldau ab. Die deutschen Austauschpartner besuchten auch die Bergstadt Kutná Hora mit der St.-Barbara-Kathedrale. Viel zu schnell war der Austausch wieder vorbei und man musste den tschechischen Freunden "Auf Wiedersehen" sagen. Oder auf Tschechisch: "Na shledanou!"
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