Entlastung für den Härtefall

Mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz befasste sich auch der Krankenpflegeverein mit den im Amt bestätigten Vorstandsmitgliedern (von links) Rosa Rupp, Renate Illing, Hans Koch, Pfarrer Alfons Kaufmann, Sozialpädagogin Birgit Kramer als Referentin, sowie Hedwig Irlbacher und Veronika Salomon. Bild: bgl
Lokales
Oberviechtach
29.04.2015
29
0

"Wir pflegen Menschlichkeit" steht als Slogan auf dem neuen Flyer der Caritas-Altenhilfe. Genau diese Menschlichkeit wird beim Krankenpflegeverein (KPV) Pullenried-Wildeppenried schon lange praktiziert.

151 Mitglieder zählt der 1983 gegründete Krankenpflegeverein Pullenried derzeit, darunter 105 Familien-Mitgliedschaften und 46 Einzelpersonen. Diese Zahlen gab die Vorsitzende Renate Illing bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Irlbacher in Pullenried bekannt. Im vergangenen Jahr habe man bei 1574 Hausbesuchen 6 Patienten mit 7200 Verrichtungen betreut.

Im Vergleich zum Vorjahr hätten sich zwar die betreuten Patienten um 3 reduziert, die Zahl der Hausbesuche und der Verrichtungen sei aber kräftig gestiegen. Bei 626 ins Haus gelieferten Essensportionen, wurden gegenüber dem Vorjahr doppelt so viele "Essen auf Räder" bezogen.

Illing ging auch auf weitere Angebote ein: Eine Person nutzte den Hausnotruf, zweimal wurde die Verhinderungspflege in Anspruch genommen. In einem Fall gab es "Betreutes Wohnen daheim". Vom ehrenamtlichen Hospizdienst des gesamten Bereichs der Caritas-Sozialstation Oberviechtach profitierten 21 Haushalte mit 507 Stunden. Die wöchentliche Betreuungsgruppe am Dienstag besuchten durchschnittlich 9 Teilnehmer an 45 Nachmittagen.

Der stellvertretende Krankenpflegevereinsvorsitzende, Stadtpfarrer Alfons Kaufmann, dankte für die wertvolle Arbeit im Verein. Vor allem auch die häusliche Alten- und Krankenpflege sei eine gute Sache. Bei den Neuwahlen stellten sich alle bisherigen Amtsinhaber erneut zur Verfügung. Anschließend referierte Diplom-Sozialpädagogin Brigit Kramer von der Fachstelle für pflegende Angehörige über das "Pflegestärkungsgesetz und Fragen rund um die Pflege". Sie erklärte die seit 1. Januar geltenden Leistungsstufen, zum Beispiel bei Härtefällen oder bei eingeschränkter Alltagskompetenz. Die Verhinderungspflege könne für bis zu sechs Wochen im Jahr in Anspruch genommen werden.

Daneben gebe es Tages- und Nachtpflege in einer teilstationären Vertragseinrichtung. Weitere Themen betrafen die Kurzzeitpflege, die vollstationäre Pflege und die Betreuungs- und Entlastungsleistungen sowie Zuschüsse und Zuzahlungen zu Hilfsmitteln.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.