Erste Impulse für Zivilberuf

Bei der Jobbörse in der Grenzlandkaserne stellte sich eine Vielzahl an Unternehmen, Behörden und Institutionen vor. Den Soldaten wurden verschiedene Möglichkeiten für die Karriere nach dem Ausscheiden aus der Truppe aufgezeigt. Auch der Polizeiberuf war hier eine Option, schließlich sind die Soldaten zumindest in der "Waffenkunde" schon einmal fit. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
18.05.2015
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Noch prägt der Soldatenberuf auf Zeit ihren Tagesablauf, doch die Oberviechtacher Panzergrenadiere haben auch schon das Leben nach der Bundeswehr im Blick. Eine Jobbörse in der Grenzland-Kaserne zeigte mehrere Optionen auf.

Die Führung des Panzergrenadierbataillons 122 macht sich dafür stark, dass die Soldaten nach ihrer Dienstzeit im Zivilleben Fuß fassen und mit ihren Familien einer guten Zukunft entgegenblicken können. Bereits in der Vergangenheit hatte der Kommandeur, Oberstleutnant Mario Brux, durch Info-Veranstaltungen immer wieder gute Kontakte zur regionalen Wirtschaft hergestellt, damit "seine" Soldaten die Weichen zur Eingliederung ins Berufsleben nach ihrer Dienstzeit stellen können.

Die guten Verbindungen zur Wirtschaft bestätigten sich bei einer Jobbörse in der Sporthalle der Grenzland-Kaserne. Kommandeur Brux hatten dazu neben größeren und kleineren Firmen aus der Region auch Institutionen wie die AOK, die Agentur für Arbeit, die Polizei oder den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BfD) gewinnen können.

Profit für beide Seiten

Den Soldaten wurde dabei vor Augen geführt, in welch vielfältiger Weise das Berufsleben nach der Zeit bei der Truppe gestaltet werden kann. Außerdem wurde deutlich, wie beide Seiten von diesem Miteinander von Wirtschaft und Bundeswehr profitieren können. So können Unternehmen die berufliche Erfahrung der Soldaten und ihre Kenntnisse in Menschenführung und Teamarbeit nutzen. Dagegen haben die Zeitsoldaten oder die freiwillig längerdienenden Panzergrenadiere die Möglichkeit, sich gezielt für einen potenziellen Arbeitgeber ausbilden zu lassen. Von Vorteil ist dabei, dass die Soldaten mit ihrer Ausbildung für die Wiedereingliederung ins Berufsleben noch während ihrer Dienstzeit beginnen können und dabei keine finanziellen Einbußen erleiden.

So kann sich beispielsweise ein Soldat oder eine Soldatin vor dem Ende ihrer Bundeswehrzeit gezielt auf die Bedürfnisse des künftigen Arbeitgebers ausbilden lassen. Das Unternehmen, die Firma oder die Behörde, gewinnt dann für die Belegschaft einen bereits gut eingearbeiteten Arbeitnehmer hinzu.

Nach Dienst nicht allein

Bei der Jobbörse nutzten die Soldaten die Gelegenheit, sich an den unterschiedlichsten Ständen über verschiedene Berufe, Tätigkeiten und Ausbildungswege zu informieren. Einzelgespräche konnten geführt und Termine für ein Vorstellungsgespräch vereinbart werden. Diese Hilfe bei der Suche nach einem guten Arbeitsplatz ist eine wichtige Säule des "Attraktivitätsprogramms der Bundeswehr" mit dem die Truppe ihre Soldaten auch nach der Dienstzeit nicht im Stich lässt.
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