Evangelische Christen in Oberviechtach und Schönsee feiern Weihnachten - Eindrucksvolle ...
Botschaft der Engel ist gerade heute aktuell

In der evangelischen Auferstehungskirche stellten Konfirmanden und Jungscharkinder am Heiligen Abend die Weihnachtsgeschichte in einem Krippenspiel dar. Bild: weu
Lokales
Oberviechtach
27.12.2014
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Das Krippenspiel läutete in der evangelischen Auferstehungskirche den Heiligen Abend ein. Pfarrer Dr. Harald Knobloch appellierte an die Gläubigen, mit der Weihnachtsfreude die Angst im Leben zu vertreiben.

Nach einem stimmungsvollen Auftakt durch den Posaunenchor wies der Geistliche im übervollen Gotteshaus darauf hin, dass das Ereignis von Weihnachten, die Geburt eines Kindes, eigentlich etwas ganz Natürliches ist. Die Botschaft der Engel an die Hirten sei ein Appell, den die Menschen gerade in heutiger Zeit dringend brauchten: "Fürchtet euch nicht! Lasset euch keine Angst machen! Nehmt die Weihnachtsfreude, das helle Licht in euer Leben, denn es vertreibt die Angst."

In fünf Szenen wurde die Weihnachtsgeschichte von Kindern und Jugendlichen unter der Leitung von Barbara Sturm dargeboten. Dazu sang der Gemeindechor Lieder wie "Gloria in excelsis Deo", "Stern über Bethlehem" und das gefühlvolle "In der Nacht von Bethlehem". In seiner Predigt legte Pfarrer Knobloch den Fokus auf eine Weihnachtskarte, die er erhalten hatte. Der Spruch "Menschen sind wie Kirchenfenster. Wenn die Sonne scheint, strahlen sie in allen Farben, wenn die Nacht, kommt, kann nur ein Licht im Inneren sie voll zur Geltung bringen" habe ihn sehr berührt. Es sei leicht, in hellen Farben zu strahlen, wenn es einem gut gehe, stellte er fest. "Was ist aber, wenn das Leben nicht so läuft, wie wir es uns gedacht haben? Wenn sich tiefe Sorgen in uns eingraben?" Dann, empfahl Knobloch, sollte man wieder auf die Worte der Engel "Fürchtet euch nicht" hören. Er gab den Gläubigen die wichtige Botschaft mit auf den Weg: "Wenn du nicht mehr leuchten kannst, dann leuchtet Jesus Christus in dir."

Der Weihnachtsgottesdienst in Schönsee in der voll besetzten Kapelle wurde vom Posaunenchor unter Leitung von Christine Forster feierlich umrahmt. Die Christvesper um 19 Uhr in der Auferstehungskirche war geprägt von hochkarätigen, barocken Musikstücken, die Katharina Kögel an der Orgel und Sylvia Felgenträger (Querflöte) darboten. In einer eindrucksvollen Predigt beleuchtete Pfarrer Knobloch das Bild einer heilen Familie, wie sie im Sinne von Weihnachten sein sollte. Ein Blick in das "Familienalbum Jesu" offenbare jedoch auch Gestalten, die "eher keinen Platz auf der Familienanrichte im Wohnzimmer finden würden". Auch Josef hätte sich vor Gerede fürchten können, schließlich war er ein "gehörnter Mann", dessen Verlobte ein Kind erwartete, das nicht von ihm stammte. Aber er habe den Spruch des Engels "Fürchte dich nicht" beherzigt und sei zu Maria gestanden. "Bei Gott zählt nicht makelloses Leben, sondern Mut und Treue sowie Liebe. So wird Gott Mensch."
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