Experten erläutern Handhabung des Defibrillators - Spenden für Reanimationshilfe
Keine Angst vor Wiederbelebung

Stefan Hein, Josef Süß und Oskar Schmid (von links) stellten den Defibrillator vor. Bild: bgl
Lokales
Oberviechtach
13.04.2015
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"Ein Defibrillator kann Leben retten" - unter diesem Motto veranstaltete der Gesundheitsverein einen Infoabend für die Handhabung öffentlich zur Verfügung stehender Defibrillatoren (Defi). Zahlreiche Bürger folgten der Einladung in den Vortragssaal der Asklepios-Klinik.

Vorsitzender Oskar Schmid hatte dazu örtliche Spezialisten eingeladen. Er verwies auf die Wichtigkeit derartiger Geräte für die Wiederbelebung von bewusstlosen Menschen. Große Hinweisschilder zeigen in der Regel den Weg für die Positionierung des Defi an. Der Leiter der Anästhesie bei der Asklepios-Klinik, Rene Thiede, informierte zunächst über die Grundlagen der Wiederbelebung und die Einsatzmöglichkeiten eines Defi. Dabei ging es ihm in erster Linie darum, den bereitwilligen Helfern die Angst vor einer aus medizinischer Sicht möglichen Fehlbedienung zu nehmen. "Ein Ersthelfer werde nie belangt, wenn er helfe, sondern nur dann, wenn er nicht helfe", so der Mediziner. Anschließend stellte der Bereichsleiter des BRK-Rettungsdienstes, Josef Süß, mit Unterstützung des Ersthelfers Stefan Hein von der Feuerwehr Oberviechtach, an einer Übungspuppe die Reanimation unter Anleitung eines automatischen Defibrillators vor.

Gerät gibt Schock frei

Der Defi führt schrittweise mit Sprachanweisungen durch die lebensrettende Maßnahme und gibt an, wie oft eine Herzdruckmassage, bzw. eine Beatmung stattfinden soll. Ebenfalls gibt er den Befehl, wann die Schockauslösung gestartet werden muss. Diese Anweisungen gibt das Gerät nach eigenständiger Auswertung der Herztöne und gibt den Schock dann endgültig frei, wenn das Herz des Bewusstlosen dies auch wirklich benötigt. Unter fachmännischer Anleitung ergriffen einige Besucher selber die Möglichkeit, an der Übungspuppe völlig angstfrei eine Reanimation durchzuführen. Mehrfach wurde angeregt, eine derartige Veranstaltung zu wiederholen, was sich der Verein nach den Worten des Vorsitzenden mit einem eigenen, bereits angeschafften Gerät zu Eigen macht. Hierfür wird auch noch nach einem geeigneten, öffentlich zugängigen Standort innerhalb des Stadtbereichs gesucht.

Einen Defi erkennt man an seiner schüsselartigen grünen Gehäuseummantelung mit einem weißen Herz. Zu öffnen ist dieser mit einer leichten Linksdrehung. Im Eingangsbereich der Sparkasse ist ein Gerät stationiert. Hier benötigt man allerdings zum Öffnen des Gehäuses einen Schlüssel, der sich links daneben in einem roten Kästchen befindet.

"Lucas" rettet Leben

Der Gesundheitsverein verfolgt diesbezüglich auch noch einen weiteren Wunschgedanken, den auch die Rettungsorganisationen befürworten würden. Das wäre eine Reanimationshilfe mit einer völlig automatischen Herzdruckmassage. Zur Anschaffung dieses Gerätes mit Namen "Lucas" werden allerdings 15 000 Euro benötigt. Damit diese Investition in die Tat umgesetzt werden kann, ist man auf Spenden angewiesen. Wer zu "noch mehr Leben retten" beitragen möchte, wird gebeten, seine Spende auf das Konto des Gesundheitsvereins bei der Sparkasse DE40 7505 1040 0300 4207 59 zu überweisen.
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