Expertin für Erbrecht gibt Tipps für sinnvolle Regelung
Testament im Fokus

Fachanwältin Elke Kestler referierte über die juristische Weichenstellung im Todesfall. Bild: hfz
Lokales
Oberviechtach
27.03.2015
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"Erbrecht für Frauen - denn Männer gehen meist zuerst": Dieser Problematik hat sich das Volksbildungswerk angenommen und eine hochkarätige Referentin nach Oberviechtach geholt. Vorsitzender Wilhelm Narnhammer stellte die Rechtsanwältin und Fachanwältin für Erbrecht, Elke Kestler aus Waldmünchen, im Gasthof Pößl vor.

Die Referentin informierte über das gemeinschaftliche Ehegattentestament, insbesondere das "Berliner Testament". Ausführlich legte sie dar, welche Regelungen im ersten und im zweiten Todesfall sinnvoll sind und welche Nachteile bei einer gegenseitigen Erbeinsetzung der Eheleute auftreten können. Zu berücksichtigen seien insbesondere die Pflichtteilsansprüche enterbter Kinder.

Diesen Mindestanteil, den das Gesetz für Kinder vorsieht, könne man ohne deren Mitwirkung nicht beseitigen. Informativ und doch kurzweilig stellte die Referentin verschiedene Möglichkeiten vor, ein gemeinschaftliches Testament zu gestalten. Dabei ging sie auch auf Fragen aus dem Zuhörerkreis ein.

Der nächste Vortrag der Fachanwältin für Erbrecht findet beim Volksbildungswerk Oberviechtach am Donnerstag, 2. Juli, statt. Dann geht es um das Thema "Ich als Pflegefall - verdrängen oder vorsorgen?".
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