"Explosion" fordert 200 Helfer

Bei der Übung saß jeder Handgriff, was nur bei einem guten Ausbildungsstand funktionieren kann. Dazu gehört auch, dass alles an seinem richtigen Platz ist.
Lokales
Oberviechtach
30.09.2014
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Das fing am Sonntag ja gut an! 13 Feuerwehren wollten bei einer Großübung in der Grenzlandkaserne ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen. Doch zwei Wehren mussten umkehren und auf den "Ernstfall" umschalten.

Nur wenige Minuten nach Beginn der Großübung gab es eine Alarmierung für einen Unfall an der Bundesstraße B22 nahe der "Muschenrieder Kreuzung". Die Aktiven der Feuerwehren Winklarn und Muschenried stoppten ihre Fahrt nach Oberviechtach und bewiesen beim Bergen eines eingeklemmten Autofahrers (Bericht in der Montagsausgabe) sehr eindrucksvoll, dass auf die gut ausgebildeten Wehren immer Verlass ist.

Übungsszenario

Die weiteren elf alarmierten Feuerwehren aus der Region Oberviechtach, die Unterstützungsgruppe der örtlichen Einsatzleitung (Landkreiseinheit), das Technische Hilfswerk Oberviechtach (THW) und die BRK- Rettungsdienste aus Oberviechtach, Schwarzenfeld und Nittenau trafen kurz nach 14 Uhr in der Grenzlandkaserne ein. Hier erwartete sie folgendes Übungsszenario: "Durch die Fahrlässigkeit einer in der Kaserne beschäftigten Person hat in einem Gebäude eine Explosion stattgefunden, bei der 20 Personen verletzt wurden. Auch zwei Kraftfahrzeuge kollidierten, wobei es mehrere eingeklemmte und schwerverletzte Personen gab. Erschwerend kam hier hinzu, dass eines dieser Fahrzeuge Gefahrengüter an Bord hatte, was die Situation noch einmal erschwerte." Unterstützt von Kreisbrandmeister Richard Fleck oblag dem für die Region Oberviechtach zuständigem Kreisbrandmeister Marek Englmann die Einsatzleitung für dieses Szenario. Auch Kreisbrandrat Robert Heinfling und Kreisbrandmeister Christian Demleitner waren als Beobachter vor Ort. Nach den Grundgedanken - welchen Personen muss zuerst geholfen werden und welche Gefahren müssen sofort eingedämmt werden - lief die Übung "wie am Schnürchen" ab. Ein "Schminkteam" hatte die vielen Verletzten realistisch in Szene gesetzt. Diese wurden durch die Rettungsdienste und Ersthelfer versorgt. Das THW Oberviechtach baute vorsorglich einen Dekontaminations-Punkt auf, was bei Unfällen mit Gefahrgut realistisch ist.

Risiken vermeiden

Die 160 Aktiven der elf Feuerwehren arbeiteten mit der Landkreiseinheit, den BRK-Rettungsdiensten und dem THW sehr gut zusammen. Hauptanliegen war die rasche und wirkungsvolle Hilfe für die "Verletzten" und das Vermeidung noch größerer Schäden. Kreisbrandrat Robert Heinfling stellte dies in seiner Abschlussbesprechung lobend heraus. Da auch noch sehr junge "Helfer vor Ort" dabei waren, sprach Heinfling an, dass bei allem Eifer immer überlegt, zielorientiert und unter Vermeidung von Risiken für Leib und Leben gearbeitet werden müsse.
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