Facetten bewegter Bildung

Beim Festakt in der Mehrzweckhalle betont Rektor Rudolf Teplitzky (am Rednerpult) vor Schülern und zahlreichen Ehrengästen, wie wichtig es ist, in Bildung zu investieren.
Lokales
Oberviechtach
04.07.2015
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Sie geht mit der Zeit, glänzt mit moderner Pädagogik und ist dabei kein grauer Kasten. Solche Komplimente heimst die Doktor-Eisenbarth-Schule an ihrem 50. Geburtstag ein. Die Ehrengäste haben beim Festakt noch mehr Lob für die Bildungsstätte auf Lager.

Ein Bild von den Aufgaben, die eine moderne Schule zu erledigen hat, skizzierte Schulleiter Rudolf Teplitzky vor den Schülern und Ehrengästen, die sich zur Feier des Jubiläums in der Mehrzweckhalle versammelt hatten: "Junge Menschen werden befähigt, sich in einer globalisierten und digitalisierten Welt zu orientieren." Die Schule helfe ihnen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, entsprechend ihrer Begabung würden sie gefördert und gefordert.

Mit Blick auf die vor drei Jahren abgeschlossene Sanierung stellte er klar, dass dafür auch finanzielle Investitionen notwendig sind und zitierte Bürgermeister Heinz Weigl mit dem Satz "Jeder Euro für die Schule ist eine gute Anlage mit bester Rendite". "Bildung gehört zu den kostbarsten Gütern, die wir den Kinder mitgeben können", bestätigte Weigl und freute sich über "ein tolles neues Gesicht", das die Schule 2012 nach fünf Jahren Bauzeit erhalten habe. Diesem Kompliment schloss sich auch Ehrenbürgerin Erika Odemer an. "Schön, dass diese Schule kein grauer Kasten ist."

Gelebte Demokratie

Neben der Optik waren beim Festakt aber auch die inneren Werte ein Thema. Die "gelebte Demokratie bei der Schüler-Vollversammlung" pries Carolin Luber mit zwei weiteren Vertretern der Schülermitverwaltung. "Diese Schule geht mit der Zeit", konstatierte Elternbeiratsvorsitzender Albin Troglauer und berichtete, dass jede Chance und Herausforderung genutzt werde. Auch für Schulrat Rudolf Hofmann glänzt die Eisenbarth-Schule mit Qualität. Er präsentierte sein erstes Lesebuch.

"Den Inhalt kann ich immer noch auswendig", bekannte er und schlug einen Bogen zu den Veränderungen in der Schullandschaft. Eine gute Schule brauche viele und gute Partner, gab er zu bedenken und verwies auf die 53 Partner, die die Schule auf ihrer Homepage auflistet. Aber auch im Kerngeschäft "Unterricht" habe er "alle Facetten der modernen Pädagogik" vorgefunden. Hofmann sprach die in den vergangenen Jahren gestiegenen Erwartungen vonseiten der Eltern an. Nicht nur Wissen und Fähigkeiten soll die Schule demnach vermitteln, sondern auch einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme liefern und die Eltern bei der Erziehung unterstützen. "Hier steckt eine enorme Herausforderung für die Lehrkräfte", so seine Überzeugung.

Stillstand passé

Welche Eigenschaften in denjenigen stecken, die hier zur Schule gehen, hatte Konrektor Horst R. Bittner in sein Konzept der Gedenktafel eingearbeitet, die am Ende des Festakts enthüllt wurde: Granit, Glas und Eisen aus der Region - bodenständig wie die Menschen. Ein Labyrinth in der Mitte steht für den nicht immer einfachen Weg durch die Schullaufbahn, Glaswürfel für Transparenz, feste Struktur und neue Facetten. Und die beweglichen Elemente deuten laut Bittner an, dass Stillstand nicht mehr zeitgemäß ist. "Seit 50 Jahren bewegt sich unsere Schule weiter, erneuert sich dauernd", zog Bittner Bilanz und forderte alle auf, anzuschieben und in Bewegung zu bleiben.
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