Flammende Festrede von Professor Dr. Jürgen Focke
Gefahren für das Wild

Lokales
Oberviechtach
09.11.2015
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In einer flammende Festrede wies der Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV), Präsident Prof. Dr. Jürgen Focke, beim "Hubertustag" auf die Notwendigkeit des Waidwerks hin. Er führte aus, dass die Zeiten "als der Bauer im Märzen die Rösslein einspannte" längst vorbei sind und dass auf das Wild durch die Mechanisierung, durch Industrialisierung, große Naturflächen und mangelnden Schutz weitaus größere Gefahren lauern, als das noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war.

Die Landschaften seien nun zerschnitten, zersiedelt und auf die Freizeitbeschäftigung der Menschen zugeschnitten, da sei gute jagdliche Praxis dringender denn je erforderlich. Für das Wild müsse der Lebensraum erhalten und neu geschaffen werden und es dürfe im Naturschutz nicht "willkommenes Wild" wie Wolf, Luchs oder Biber und "unwillkommenes Wild" wie Rot-, Schwarz- oder Niederwild geben, da alle Tier ihre Daseinsberechtigung haben.

Durch die richtige und waidgerechte Bejagung und durch die Bereitstellung von Schutzräumen für das Wild, vor allen Dingen in den Wintermonaten, könne hier das erforderliche Gleichgewicht gehalten werden, ohne in den Naturkreislauf einzugreifen. Mit dieser Festrede hatte der Präsident den Jägern aus der Seele gesprochen, wofür Prof. Dr. Focke großen Beifall erhielt. Den krönenden Abschluss des Jubiläumsabends bildeten Ehrungen (dazu folgt ein weiterer Bericht).
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