"Förderwahn" mit Drill und Kontrolle

Aus allzu behüteten Kindern werden unmündige Erwachsene, warnt Schulpsychologe Josef Kraus. Bild: hfz
Lokales
Oberviechtach
30.03.2015
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"Helikopter-Eltern - Kindheit zwischen Förderwahn und Verwöhnung", lautet am Dienstag, 14. April, das Vortragsthema von Oberstudiendirektor Josef Kraus im Ortenburg-Gymnasium.

"Wir meinen es doch nur gut und wollen das Beste für unser Kind." Dieser Satz werde immer häufiger zum Fluch für Kinder, denn aus der entschuldigenden Beteuerung vieler Eltern sei längst ein gigantisches Erziehungsprojekt geworden. Es geht in dem Vortrag um Helikopter-Eltern, also Eltern, die die totale Lufthoheit über das Kind an sich reißen und zwanghaft alles um es herum steuern; sie wollen ihre Kleinen zu einem Gesamtkunstwerk formen. Die Folge sind Drill und Kontrolle - aus Angst, etwas falsch zu machen oder zu versäumen. Jedoch: Die Fixierung auf die Zukunft nimmt den Heranwachsenden die Gegenwart und macht sie schließlich zu unmündigen Erwachsenen. Josef Kraus, geboren 1949, ist seit 1987 Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL). Nach Studium und Referendariat in den Fächern Deutsch und Sport und dem Diplom in Psychologie arbeitete er 15 Jahre lang als Gymnasiallehrer in Landshut und als Schulpsychologe für den Regierungsbezirk Niederbayern. 1995 wurde er Oberstudiendirektor eines bayerischen Gymnasiums, das er bis heute leitet.

Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten. Veranstalter sind das Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach und die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Schwandorf, Informationen bei der KEB Schwandorf, unter Telefon 09431/2268, oder im Internet unter www.keb-schwandorf.de.
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