Frauen aller Konfessionen begehen Weltgebetstag - Hauch von Karibik ins Pfarrheim gebracht
Reiseparadies mit vielen Schattenseiten

In Freude und Dankbarkeit für die weltweite Gemeinschaft sangen die Teilnehmer des Weltgebetstages das "Vater unser" mit passender Gestik. Bild: nid
Lokales
Oberviechtach
10.03.2015
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In etwa 170 Ländern der Erde begingen am Freitag Frauen aller Konfessionen den Weltgebetstag. Im Pfarrheim war heuer der Katholische Frauenbund Gastgeber der Feier, die jeweils zusammen mit Frauen der Evangelischen Gemeinde veranstaltet wird.

Unter dem Thema "Begreift ihr meine Liebe?" gaben die Frauen des bahamaischen WGT-Komitees vielfältiges Zeugnis davon, wie sich Gottes Liebe offenbart. Vorsitzende Angelika Vogl begrüßte besonders Stadtpfarrer Alfons Kaufmann und Thea Schwärzler mit den Sängerinnen und Instrumentalisten. Mit einigen Bildern vermittelte Vogl einen Eindruck vom traumhaften Reiseparadies des Inselstaates der Bahamas, dessen Wappentier der Flamingo ist.

Bunt gekleidet

Frauen beider Konfessionen trugen die Texte vor und brachten mit ihrer bunten Kleidung einen Hauch von Karibik in das Pfarrheim. Traumstrände, Korallenriffe, Lebensfreude sowie eine ethnische und konfessionelle Vielfalt: das bieten die 700 Inseln der Bahamas. Der Inselstaat zwischen den USA, Kuba und Haiti ist ein wirtschaftlich erfolgreiches, touristisches Sehnsuchtsziel.

Aber das vermeintliche Paradies hat mit Problemen zu kämpfen: extreme Abhängigkeit vom Ausland, Arbeitslosigkeit und eine erschreckend hohe Gewalt gegen Frauen und Kinder. Diese Sonnen- und Schattenseiten beleuchteten Christinnen der Bahamas in ihrem Gottesdienst. Schwungvoll und ins Gehöhr gehend gestalteten sich auch die Lieder wie "Deine Hand hält mein Heute und mein Morgen". Jana Rustler, Sylvia Felgenträger und Ulrike Schwingl unterstützten dabei instrumental. Temperamentvoll animierte die Leiterin der Schola, Thea Schwärzler, die Besucherinnen zum begeisterten Mitsingen. Die Fußwaschung stand im Zentrum des Gottesdienstes.

Ihr haftet ein besonderer Symbolwert für den Ausdruck von Unterwerfung - und damit auch Ehrung an. Diese Symbolhandlung der Fußwaschung wurde explizit demonstriert. Die Texte enthielten auch Initiativen, die sich gegen Armut, häusliche Gewalt und Aids einsetzen. Die Kollekte, die zur Hilfe und Unterstützung der Menschen auf den Bahamas in schwierigen Lebenssituationen beitragen soll, erbrachte 250 Euro. Bei Kostproben von landesüblichen Getränken und Speisen, die ausgezeichnet mundeten, klang der Abend unterhaltsam aus.
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