Für Bauland "am Drücker"

Das ehemalige Müller-Gelände wird ab sofort als Baugebiet "Schießanger" bezeichnet. Die Stadtverwaltung will über den Winter die Vorkehrungen treffen, damit das Gelände nächstes Jahr baureif ist. Bild: Portner
Lokales
Oberviechtach
16.09.2015
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Wenn alles klappt, können bereits im Frühjahr 2016 die Bagger im neuen Baugebiet "Schießanger" anrücken. Für Häuslebauer will die Stadt aber noch weitere Möglichkeiten schaffen. Zum aktuellen Sachstand informierte Amtsrat Peter Spichtinger am Dienstag den Bauausschuss.

Bei der Sitzung des Bauausschusses standen am Dienstagnachmittag zunächst Informationen zur Bauleitplanung der Stadt auf der Tagesordnung. Die 13. Änderung des Flächennutzungsplanes mit Landschaftsplan zur Darstellung von Bauflächen (WA) im Baugebiet Sandradl II wurde noch vor der Sommerpause beschlossen (wir berichteten). Wie Amtsrat Peter Spichtinger informierte, liegt die Änderung vom 28. August bis 28. September im Rathaus zur Einsicht aus. Es geht dabei auch um Flächen eines bisherigen Bolz- und Spielplatzes.

Einwände im Oktober dran

Die Träger öffentlicher Belange wurden am 19. August informiert. "Sieben Stellungnahmen von Behörden sind bereits eingegangen und auch einige Bürger haben sich dazu geäußert", erklärte der Bauamtsleiter. Diese werden in der nächsten Stadtratssitzung im Oktober behandelt. Ebenfalls vor der Sommerpause hat sich der Stadtrat dafür ausgesprochen, einen qualifizierten Bebauungsplan "Im Wiesengrund" aufzustellen. Dies sei jedoch erst möglich, wenn sich das Gremium für einen Planer entschieden habe. Näheres dazu wurde am Abend in der Stadtratssitzung besprochen (Bericht folgt). Thema war auch der Sachstand zur Änderung eines Teilbereichs des einfachen Bebauungsplans "Am Bahnhof und Am Schießanger". Hier sei von einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung abgesehen worden, so Spichtinger, nachdem der Bebauungsplan noch nicht vorliege. Wie er betonte, seien aber in der Zwischenzeit vielfältige Informationen eingeholt worden. Das neue Baugebiet "Schießanger" - dieser Name wurde dem ehemaligen Müllergelände am Abend vom Stadtrat einstimmig verliehen - verläuft entlang der Staatsstraße. Deshalb sei ein schalltechnisches Gutachten erforderlich. Architekt und Stadtplaner Jochen Baur aus München habe bereits Einzelheiten zur Bestandsvermessung festgelegt. Auch habe er drei neue Vorschläge für die Bebauung ausgearbeitet, die am 2. September im Rathaus in Anwesenheit des örtlichen Bauträgers besprochen wurden. "Mit der Planung will man den gestalterischen Zielen am Ortseingang gerecht werden und dabei auch marktgerechte Preise für Oberviechtacher Verhältnisse im Auge behalten", so Spichtinger.

Mehrere Wohnformen

Vorgesehen sind drei unterschiedliche Wohnformen. Neben drei Einzelhäusern im Norden, verlaufen drei Häuserzeilen von Norden nach Süden, wobei das Gebiet im Westen und Osten mit einem Geschosswohnungsbau (jeweils acht Wohnungen) eingerahmt wird. Für letztere sollen die Carports/Garagen entlang der Staatsstraße gebaut werden. "Der Bebauungsplan-Entwurf wird dem Stadtrat in der Oktober-Sitzung zur Billigung vorliegen", informierte der Bauamts-Chef. Bei einem normalen Verfahrensablauf sei der Satzungsbeschluss im Januar 2016 denkbar.

"Es wird ein schönes Baugebiet", sagte Bürgermeister Heinz Weigl, der zum Zeitplan meinte: "Wir können über den Winter die Vorkehrungen treffen, damit das Gebiet im zeitigen Frühjahr erschließungs- und baureif ist." Ein weiterer Artikel zur Sitzung folgt in der Freitagsausgabe.
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