Für Holz, Schlepper oder Tausch

Das Thema "Grundstücke zur Bebauung mit Scheunen und Tauschstadeln" lässt sich wahrscheinlich nur im Industriegebiet umsetzen. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
16.01.2015
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Scheunen und Stadel sind begehrt. Nicht nur als Lager- und Unterstellflächen für Holz, Schlepper oder Wohnwagen. Auch die Stadt muss zur Stadtentwicklung öfter welche erwerben, was zuweilen recht schwierig ist. Daraus entstand die Idee der Tauschstadel.

"Ausweisung eines städtischen Grundstücks für die Bebauung mit Scheunen und Tauschstadeln" lautete ein weiterer Antrag der CSU/CWG/Aktive für OVI-Fraktionsgemeinschaft in der jüngsten Stadtratssitzung (wir berichteten).

Veto der Fachstellen

"Mit dieser Idee gehe ich schon lange schwanger, der Antrag zielt in die richtige Richtung", ließ Bürgermeister Heinz Weigl dem Stadtrat wissen. Er berichtete, dass er auch schon ein Grundstück der Pfarrpfründestiftung dafür im Blickfeld hatte. Doch bei einem Ortstermin mit den Fachstellen sei ihm klar gemacht worden, dass für eine Umsetzung eines solchen Vorhabens auf dem besagten Areal keine Chancen bestünden.

Naturschutz und Immissionsschutz seien die Knackpunkte. Zudem gebe es Probleme mit der Privilegierung, die in der Regel nur aktive Landwirte bekommen. Laut Fachstellen, so der Bürgermeister, sei ein solches Vorhaben nur in einem Industriegebiet umzusetzen. Weigl verwies darauf, dass durchaus Bedarf bestehe. Beispielsweise von Bürgern, die Holzlager- oder Holzbearbeitungsflächen brauchen oder einen Traktor oder einen Wohnwagen unterstellen wollen.

Ersatzlösungen

Zudem müsse bei der Stadtentwicklung auch mal ein Stadel weichen. Es sei aber schwer ranzukommen, wenn keine Ersatzlösung angeboten werden kann. Weigl sieht nur die Möglichkeit, ein Sondergebiet auszuweisen, "wenn wir uns das leisten wollen".

PWG/SPD/JW-Fraktionssprecher Josef Lohrer betonte: "In der Zielrichtung sind wir uns einig. Die Stadt sollte Grundstücke an der Hand haben, um auf solche Dinge reagieren zu können". Das Problem sei eher, dass derzeit keiner bereit ist, solche Grundstücke zu verkaufen. Stadtrat Christian Schneider bat darum, das Thema "nachhaltig weiter zu verfolgen".

Gewerke vergeben

Bei der Bekanntgabe von nichtöffentlichen Beschlüssen nannte Bürgermeister Weigl drei Vergaben für das "Haus der Stiftung". Die Fliesenarbeiten wurden für 23 038 Euro an die Firma Kappauf in Waldershof vergeben; die Natursteinarbeiten gingen für 79 364 Euro an die Firma Flöttl, Schönsee, und die Schlosserarbeiten für 78 332 Euro an die Firma Becher in Pullenried.

Zur Anfrage von Christian Schneider wegen der EFRE-Förderung, informierte der Bürgermeister, dass die Bewerbung läuft und diese im Kreis der zwölf "Brückenland-Kommunen" etwas abgespeckt werden musste. Das Freibad Oberviechtach sei nicht im Konzept, aber ein Freizeitareal im Bereich der Siechenwiesen.

Schneider bat auch um Prüfung, ob nicht der eine oder andere Asylbewerber bei der Stadt beschäftigt werden könnte. Das Thema "Standortsicherung Kaserne" war ihm ebenfalls ein Anliegen. Barbara Ruhland erkundigte sich wegen der Leitpfähle im Bereich der GVS Wildeppenried-Gartenried (sind heuer eingeplant) und Hans Hösl bat um einen Ortstermin in Nunzenried.

Förderschule schließt

Bürgermeister Weigl bedauerte, dass aufgrund rückläufiger Schülerzahlen die Außenstelle Oberviechtach der Förderschule geschlossen wird. Die Kinder werden künftig in Nabburg unterrichtet. Erfreulich ist dagegen, dass die Änderung des Flächennutzungsplans vom Landratsamt bereits abgesegnet ist und nach der Bekanntmachung dann darauf die Bauleitplanung aufgebaut werden kann.
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