Für Umwelt- und Naturschutz

Dem Führungsteam der Kreisgruppe Oberviechtach im Bayerischen Jagdverband mit dem Vorsitzenden Alexander Flierl (Zweiter von links) und seinen Stellvertretern Martin Paa (links) und Gerhard Eckl (rechts) steht heuer die Organisation des Fests zum 65-jährigen Bestehen ins Haus. Bild: mmj
Lokales
Oberviechtach
31.03.2015
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Auf Änderungen im Bundesjagdgesetz haben die Jäger immer zu achten. Aber an bewährten Traditionen wird festgehalten.

Musikalisch begrüßt zur Jahreshauptversammlung wurden die Angehörigen der Kreisgruppe Oberviechtach im Bayerischen Jagdverband von den Jagdhornbläsern unter Leitung von Stephan Vogl. Im stillen Gedenken gedachten die Mitglieder den seit der letzten Versammlung verstorbenen Dr. Herbert Metzker, Josef Lößl und Albrecht Ostermayer.

Fuchswochen

Ein volles Programm haben die Waidmänner und -frauen das ganze Jahr über in ihren Revieren. Aber genauso warten auf Kreisgruppenebene verschiedenste Aufgaben und Verpflichtungen auf sie. Mit dem Abschluss der Fuchswochen begann in den Jägerkreisen das Jahr 2014 und die Anwesenheit beim Landesjägertag in Altötting war selbstverständlich. Tradition hat die Teilnahme an der Landkreismeisterschaft im jagdlichen Schießen. Mit dem Landkreistreffen der Jagdhornbläser, im vergangenen Jahr in Obermurach, werde, so der Vorsitzende, die breite Kultur und Tradition der Jäger gezeigt. Unter dem Motto "Mit dem Jäger auf der Pirsch" gab es für Kinder einen Nachmittag im Ferienprogramm. Damit könne man die Aufgaben der Jäger vermitteln und dabei Verständnis für ihre Arbeit wecken.

Thema "Schwarzwild"

Zu "Aktuelles aus der Jagdpolitik" erwähnte Flierl, dass der Rahmen von politischer Seite vorgegeben werde, aber ebenso seien die Interessen der Jäger zu berücksichtigen. Bleifreie Munition und Bedingungen für die Schießnachweise werden aktuell diskutiert. In der Wildbrethygiene wolle sich der Bund bayerischen Richtlinien anschließen. "Wir stehen für Umwelt- und Naturschutz und prägen das Bild des Jägers in der Öffentlichkeit!" Deutlich machte der Vorsitzende damit die Verantwortung der Waidmänner in der Gesellschaft. Einen Dauerbrenner für die Jäger nannte der Vorsitzende das Thema "Schwarzwild".

Jägerschlag

Ziel sei es soweit möglich dafür zu sorgen, dass Schäden in Zusammenarbeit mit den Landwirten minimiert werden. Allerdings sei festzustellen, dass die Bestände der Schwarzkittel in ganz Europa steigen. Die viel diskutierte Nachtzieltechnik sei nur einer der Bausteine in der Diskussion für intensivere Bejagung. Der Bayerischer Jagdverband sieht das Jahr 2015 als "Jahr des Niederwildes". Deshalb steht der Landesjägertag von 10. bis 12 April in Weiden unter dem Motto "Unser Niederwild verdient Zukunft". Diese Veranstaltung zeige bestimmt wieder das Symbol der Schlagkraft der Jäger und sende ein Signal nach außen, so Flierl.

In den einzelnen Berichten wurde besonders die Information von Hans-Dieter Haas zur Kenntnis genommen, dass von 127 gemessenen Wildschweinen keine erwähnenswerten Ergebnisse festgestellt wurden. Traditionsbewusstsein zeigte sich bei der Aufnahme der Jungjäger nach erfolgreicher Jägerprüfung: "Der erste Schlag soll Dich zum Jäger weih'n, der zweite Schlag soll Dir die Kraft verleih'n, zu üben stets das Rechte. Der dritte Schlag soll Dich verpflichten, nie auf die Jägerehre zu verzichten." Mit diesem Spruch und dem Jägerschlag mit einem Hirschfänger nahm Vorsitzender Alexander Flierl fünf Jungjäger in die Gemeinschaft der Jäger auf. Maria Höcherl, Martin Biegerl, Mario Zeitler, Martina und Michael Heberlein erhielten dazu den Jägerbrief überreicht.

Mit der "Ehren-Fanfare" der Jagdhornbläser unter Leitung von Stephan Vogl wurden den "Neuen" musikalische Glückwünsche überbracht, und anschließend nahmen sie persönlich ein "Waidmannsheil" der anwesenden Jägerschaft entgegen. Bei der Neuwahl unter Leitung von Mark Liebermann gab es nur einstimmige Ergebnisse (siehe Info-Kasten).

Im Ausblick auf weitere Termine erinnerte Alexander Flierl an das Gewehranschießen am 18. April in Schwarzenfeld und an die Hegeschau am 24. April im Hotel St. Hubertus in Schönsee. Ende November wird in einer "Hubertusveranstaltung" das 65-jährige Bestehen der Kreisgruppe Oberviechtach und der Jagdhornbläsergruppe gefeiert.
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