Gelder für Kleinstadt-Charme

Auch in der Bahnhofsstraße sind Fassadensanierungen geplant. Städteplaner Siegi Wild (rechts) zeigte beim Rundgang Möglichkeiten auf. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
10.05.2015
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Das kommunale Förderprogramm - von Bürgern auch "Fassadenprogramm" genannt - ist zwar mit ansehnlichen Geldbeträgen ausgestattet, wird aber immer noch zu wenig genutzt. Damit sich dies ändert, gab es am Samstag beim "Tag der Städtebauförderung" wichtige Infos.

Der nun jährlich wiederkehrende "Tag der Städtebauförderung" fand erstmals bundesweit statt. Die Aktion bot auch der Stadt Oberviechtach eine Bühne zur Präsentation der bereits realisierten Vorhaben im Programm. Am Infostand am Marktplatz und beim späteren Rundgang durch die Altstadt wurde deutlich, dass viele Gebäude ein völlig neues und sehr gefälliges "Gesicht" bekommen haben.

Ziel der Aktion ist es auch, die Bürgerbeteiligung zu stärken und aufzuzeigen, dass sich das "Mitmachen" durchaus lohnt, da viele Eigenmittel eingespart werden können. Oberviechtach ist erstmals 1973 in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen worden und verblieb darin bis 1988. In dieser Zeit wurde die Marktweiheranlage, eine nach wie vor sehr beliebte Naherholungseinrichtung gebaut, und am Anwesen in der Nabburger Straße 10 wurden umfassende Modernisierungsmaßnahmen in Angriff genommen.

Mit einem neuen Sanierungsträger, der Städtebau Amberg GmbH und dem erfahrenen Sanierungsarchitekten Siegi Wild konnten ab 1990 Projekte wie die Neugestaltung von Straßen und Plätzen, der Taubenplatz, Bahnhofstraße, Klostergasse, Marktplatz, Marktgasse und Schönseer Straße angegangen und verwirklicht werden, wodurch Oberviechtach ein neues und sehr gefälliges Aussehen, aber auch seinen "Kleinstadtcharme" erhalten hat. Bei vielen aktuellen Maßnahmen wie Marktplatz 18, Haus der Stiftung und Entlastungsparkplatz Hütgraben profitiert die Stadt von dieser Städtebauförderung.

Doch auch für die privaten Hausbesitzer lohnt es sich, vor einer Bau- oder Sanierungsmaßnahme Informationen über mögliche Fördermaßnahmen im Rathaus einzuholen. Schon viele Bürger haben davon profitiert. Doch auch für die Zukunft gibt es noch viele Betätigungsfelder, die angegangen werden müssen, wobei hier besonders die Leerstände ins Auge fallen, was sich auch bei einem Rundgang durch die Innenstadt zeigte. Bleibt zu hoffen, dass der "zündende Funke" überspringt und die Fördermittel genutzt werden. Beim Rundgang wurde auch erwähnt, dass die Baulücke in der Sailergasse ("Freitaghaus") nun mit einem Einfamilienhaus geschlossen wird.
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