Geschichte, Suppe und Musik

Die Stadtkapelle Oberviechtach (Leitung: Michael Niebauer) unterhielt die Gäste hervorragend und spielte nach dem Bieranstich ein kräftiges "Prosit der Gemütlichkeit".
Lokales
Oberviechtach
18.09.2015
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775 Jahre Raschau-Markersbach - für die Stadt Oberviechtach ein guter Grund für einen Besuch in der Partnergemeinde. Die drei Bürgermeister, Stadträte, Festspielverein und Stadtkapelle feierten mit den Freunden im Erzgebirge das große Jubiläum.

Auch Altbürgermeister Wilfried Neuber und Ehrenbürger Otto Lehner schlossen sich der Oberviechtacher Delegation an, welche zur Jubiläumsfeier im Haus des Gastes "Kaiserhof" vomBürgermeister und Gemeinderäten in Empfang genommen. Mit den Abordnungen aus Obernzenn (Mittelfranken) und Markt Grassau (Chiemgau) waren zwei weitere Partnergemeinden vertreten.

Glockenspiel

Im großen Festsaal begrüßte Bürgermeister Frank Tröger, neben den vielen geladenen Gästen des Ortes und der weiteren Partnerstädte, insbesondere die Gäste aus Oberviechtach und überreichte Bürgermeister Heinz Weigl ein kunstvoll gestaltetes Erinnerungsgeschenk. In lockerer Art führte Hannelore Döschner durch das Programm und umrahmte dieses auch musikalisch. Mit einem Glockenspiel aus Meißner Porzellan, das ihr Vater 1950 gebaut hatte, spielte sie wunderschöne Melodien. Döschner erzählte auch die Geschichte von Raschau-Markersbach, die 1240 durch die Besiedelung fränkischer Bauern begann.

Bürgermeister Frank Tröger ging in seiner Festrede auf die Entwicklung der Ortsteile und das sportliche und kulturelle Leben ein. Stolz präsentierte er zwei Goldmedaillensieger im Rennrodeln. Zwischen den Grußworten hatten die Partnergemeinden kulturelle Beiträge im Gepäck. So spielte eine Gruppe des Festspielvereins - nach der Rede von Bürgermeister Weigl - unter der Leitung von Regisseur Michael Eckl die Examens-Szene, die von den Gästen begeistert aufgenommen wurde.

Nach dem Festakt waren die Gäste zu einer kulinarischen Reise durch 775 Jahre Raschau-Markersbach eingeladen. Am Buffet, das teilweise auch im Freien aufgebaut war, gab es neben der Schwarzbiersuppe, nach einem Rezept aus dem Jahr 1240, unzählige Spezereien. Bis Mitternacht ging der Festabend, an dem sich die Gastgeber sehr viel Mühe gegeben hatten. Am nächsten Morgen unternahm die Oberviechtacher Delegation eine Rundreise durch das Erzgebirge. Das Pumpspeicher-Kraftwerk (Markersbach) und der Gipfel des Fichtelberges (1215 Meter) waren einige der Ziele. Am Nachmittag stand der Besuch der historischen Festmeile auf dem Programm. Beim Kurzbesuch bei der Freiwilligen Feuerwehr, die ihr 140-jähriges Bestehen feierte, wurden die Oberviechtacher sehr gastfreundschaftlich empfangen.

Historische Festmeile

Nach der offiziellen Eröffnung der Festmeile mit Salutschüssen und Musik ging es in das Bierzelt, in dem die Oberviechtacher Stadtkapelle mit ihrer zackigen Blasmusik die Gäste begeisterte. Der ganze Ort war mit Fähnchen und Figuren, die die Orts- und Firmengeschichte darstellten, dekoriert. Die Festmeile war ein Rundgang durch die Geschichte. Die Oberviechtacher waren begeistert von der Gastfreundschaft, die sie erfahren hatten. Sie sprachen zum Abschied ein herzliches Vergelt's Gott und luden für das nächste Jahr zum 25-jährigen Jubiläum der Partnerschaft nach Oberviechtach ein.
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