Großer Traum geht in Erfüllung

Beim Tanz der Juniorinnen war zu sehen, dass der 166 Quadratmeter große "Multimediaraum" zum Trainieren, aber auch für Auftritte der Gardemädchen bestens geeignet ist.
Lokales
Oberviechtach
11.11.2014
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Das AWO-Jugendwerk und die Tanzgruppe Grün-Weiß ziehen bald um. Voraussichtlich im Mai 2015 soll ihr Bildungs- und Seniorentreff eingeweiht werden. Am Sonntag konnte sich die Bevölkerung beim "Tag der offenen Baustelle" im AWO-Mehrgenerationenhaus informieren.

"Ein paar Leute werden schon kommen", hoffte Grün-Weiß-Präsident Michael Welnhofer am frühen Sonntagnachmittag. Das AWO-Jugendwerk und die Tanzgruppe Grün-Weiß hatten zu einem "Tag der offenen Baustelle" eingeladen. Alle waren dann später überrascht, dass der Andrang so groß war und viele Gäste das Mehrgenerationenhaus am "Zinser-Parkplatz" einmal auch von innen sehen wollten.

Hohe Eigenleistung

Mit berechtigtem Stolz - immerhin sind von einem meist fünfköpfigen Arbeitsteam schon 1082 unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet worden - zeigte die AWO ihren Gästen den 166 Quadratmeter großen "Multimediaraum" gleich mit einer Tanzeinlage der Junioren und der Bambinis. Diese haben kurz vor Faschingsbeginn schon ein umfangreiches Trainingsprogramm über das gesamte Jahr hinweg absolviert.

In diesen großen Raum passen 120 Personen, weshalb er sich auch für größere Feiern eignet. Das neue AWO-Heim ist 31,71 Meter lang, 15,36 Meter breit und weist eine Nutzfläche von 465 Quadratmetern auf, die vom Planungsbüro Christian Schönberger aus Oberviechtach sinnvoll und zweckmäßig aufgeteilt worden sind. Das Haus ist in Holzständerbauweise errichtet, weist eine gute Wärmedämmung auf und wird mit einer Pellets-Fußbodenheizung warm gehalten. Warmwasser wird durch einen Durchlauferhitzer erzeugt.

Da so ein großes Haus natürlich auch hohe Baukosten verursacht, waren viele Wege erforderlich, um an Fördermittel zu kommen, wobei mit Altbürgermeister Wilfried Neuber, dem AWO-Vorsitzenden, der richtigen Mann dafür an der Spitze ist. Zielgerichtet kämpfte der Vorsitzende darum, den Traum der "Grün- Weißen" mit diesem Bauwerk verwirklichen zu können, was letztendlich dann auch nach dem Überwinden einiger Hürden gelang. Die Baukosten (ohne Einrichtung) belaufen sich auf immerhin 434 000 Euro, wobei über die LAG "Brückenland" die Fördersumme von 149 000 Euro, von der Stadt 71 000 und der AWO Eigenmittel in Höhe von 45 000 zur Verfügung gestellt werden. Dazu müssen noch Fremdmittel von 70 000 Euro aufgenommen werden. Da noch eine große Finanzierungslücke besteht, ist das AWO-Jugendwerk dafür dankbar, dass von Freunden und Gönnern schon weitere 19 000 Euro in Form von Spenden zur Verfügung gestellt worden sind.

Nicht eingeplant war eine notwendige Hebebühne, um die Barrierefreiheit für die Senioren oder körperlich behinderte Gäste sicherzustellen, die immerhin weitere knapp 15 000 Euro kostet. Weiterhin sind noch 12 000 Euro erforderlich, um die Mehrkosten für die Seniorenausstattung bezahlen zu können. Nun hofft die AWO-Tanzgruppe, dass sich noch Förderer finden, damit auch diese 27 000 Euro irgendwie finanziert werden können.

Parallele Nutzung

Immerhin soll dieses Mehrgenerationenhaus zu einer Stätte werden, in der vom Miteinander der Generationen nicht nur geredet wird. Hierbei soll das Zusammenspiel gefördert und die Alltags- und Sozialkompetenz zwischen Jung und Alt aktiv gelebt werden. Dazu ist für die Senioren und die AWO-Feiern ein weiterer großer Raum vorgesehen, so dass nichts gegen eine parallele Nutzung durch Jugend und Senioren spricht.
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