Günstiger als die Großstadt

Umringt von den neuen Soldaten stellte sich Bürgermeister Heinz Weigl mit Oberstleutnant Mario Brux (links von Weigl) zum Gruppenbild vor dem Rathaus auf. Die potenziellen Oberviechtacher durften sich auch ins Gästebuch der Stadt eintragen. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
20.11.2015
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Mit Gastfreundlichkeit will die Stadt bei jungen Soldaten punkten. Dazu gehört auch ein Empfang im Rathaus. Beim Treffen mit 50 Neulingen aus der Grenzlandkaserne hatte Bürgermeister Heinz Weigl einen Hintergedanken.

Bürgermeister Heinz Weigl ist es ein Anliegen, die neuen Oberviechtacher Soldaten gebührend in der Eisenbarth-Stadt zu empfangen. Sie bekamen deshalb eine Audienz im Sitzungssaal des Rathauses. Über 50 Soldaten sind in den letzten beiden Quartalen in Oberviechtach in die Bundeswehr eingetretenen.

Die neuen Wehrdienstleistenden und Zeitsoldaten machten unter der Führung von Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Mario Brux, dem Stadtoberhaupt ihre Aufwartung. In kurzen Zügen stellte Weigl die Garnisonsstadt vor. Seit dem Einzug der Soldaten am 11. August 1961 pflege die Stadt das gute Verhältnis mit "ihren Soldaten". Der Bürgermeister zeigte den Neulingen auf, was Oberviechtach so lebens- und liebenswert macht und gab ihnen die Bürgerbroschüre der Stadt an die Hand. Weigl machte den jungen Menschen, die aus allen Teilen der Bundesrepublik kommen, deutlich, dass ihnen die Bürger der Region mit Respekt und Gastfreundschaft begegnen werden und dass sie, wenn sie das möchten, auch gerne in die regionalen Sportvereine oder weiteren Vereine aufgenommen werden. Sie könnten einfach nur "hineinschnuppern". Alle Türen, vor allem auch die des Bürgermeisters, stünden ihnen dabei offen.

Hilfe bei Wohnungssuche

Der Rathauschef bot an, bei der Wohnungssuche zu helfen, falls ein Soldat seinen Lebensmittelpunkt mit Freundin oder einer bereits bestehenden Familie in die Eisenbarthstadt verlegen wolle. Schließlich habe Oberviechtach als Schul-, Sport- und Einkaufsstadt "alles zu bieten, was der Mensch so braucht". Auch die Lebenshaltungskosten seien deutlich niedriger als in den Großstädten oder Ballungszentren, was zu einer höheren Lebensqualität der ganzen Familie beitrage.

Aus eigener Erfahrung heraus konnte Oberstleutnant Mario Brux die Ausführungen des Bürgermeisters nur bestätigen und appellierte an die jungen Soldaten, schon jetzt an ihre Zukunft nach der Dienstzeit bei der Bundeswehr zu denken. Um ihnen eine möglichst komplexe Hilfestellung angedeihen zu lassen, sei durch Kommandeur, Bürgermeister, Berufsförderungsdienst der Bundeswehr, Agentur für Arbeit und die Firmen der Region ein gut funktionierendes Netzwerk geschaffen worden. Dieses biete den Soldaten viele Chancen durch vom Bund finanzierte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für das Berufsleben. Doch diese müssten auch genutzt werden.

Keine lange Heimreise

Aus all diesen Gründen sei es für die Neuen eine Überlegung wert, bei einer Verpflichtungszeit von mehreren Jahren den Lebensmittelpunkt nach Oberviechtach zu verlegen, um lange Heimreisen und damit verbundene Unfallgefahren zu vermeiden. Das jedoch liege in der freien Entscheidung jedes Einzelnen. Die Türen, "ein echter Oberviechtacher" zu werden, stünden allen Soldaten während und nach ihrer Dienstzeit weit offen.
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