Heilpflanze Baldrian bei Seniorentreff vorgestellt - Leichter einschlafen
Botenstoffe für die Nerven

Thekla Binder ließ die Frauen an der Baldrianwurzel schnuppern. Alle konnten sich von dem intensiven Geruch überzeugen. Bild. weu
Lokales
Oberviechtach
21.10.2015
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Die Kräuterpädagogin Thekla Binder referierte beim Seniorentreff St. Johannes im Pfarrheim über die Heilpflanze Baldrian. 26 Personen zeigten großes Interesse an dem Thema und erhielten auch Antworten auf Fragen wie etwa, wo die Pflanze wächst.

Zum Einstieg hatte die Referentin ein witziges Gedicht über die Wild- und Heilpflanze parat und stellte dann fest: "Katzen mögen angeblich das intensive Aroma von Baldrian - Menschen eher nicht. Aber als Arzneipflanze wurde Baldrian bereits 500 Jahre vor Christus eingesetzt."

Bei innerer Unruhe

Baldrian habe ausgleichende Fähigkeiten, führte die Fachfrau weiter aus, und sei das ideale Mittel für alle, die nervös oder gestresst sind. Die Inhaltsstoffe des Extrakts greifen hemmend auf Botenstoffe im Zentralnervensystem ein und wirken dadurch beruhigend sowie einschlaf- und durchschlaffördernd. Daher wird Baldrian einmal bei Angstzuständen und bei innerer Unruhe sowie Anspannung eingesetzt. Andererseits ist er ein mildes Mittel für Menschen mit Einschlafstörungen.

"Wo wächst denn der Baldrian und wie sieht er aus?", lauteten Fragen der interessierten Frauen. Jahreszeitbedingt konnte die Referentin das Gewächs, das als Staude bis zu 1,50 Meter hoch wird, lediglich noch im Bild vorzeigen. Mitgebracht hatte sie mehrere Baldrianwurzeln, die unter anderem für Tee Verwendung finden. Thekla Binder demonstrierte auch, wie aus den gesäuberten und zerkleinerten Wurzeln Baldriantinktur hergestellt wird. Zum Verkosten hatte sie Baldrianwein dabei.

Feuchter Standort

Die weiß blühende Baldrianpflanze liebt einen feuchten Standort zum Beispiel an Wassergräben. Die Referentin hatte sie im Gebiet nach Niedermurach und bei Aschahof vorgefunden.

Kräuter zum Probieren

Um zu zeigen, was man aus Kräutern alles machen kann, hatte die Kräuterpädagogin verschiedene Aufstriche mitgebracht. Die Häppchen mundeten so vorzüglich, so dass kein Stückchen mehr übrig blieb. Ernestine Niederalt bedankte sich für den Vortrag, den die Seniorinnen mit großer Aufmerksamkeit verfolgt hatten.
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