Heimatlied und "Defilierung"

Die Feuerwehr Eigelsberg beteiligte sich mit starker Abordnung beim Aufmarsch zum Feuerwehrfest im österreichischen Wasserdobl/Eigelsberg im Innviertel, was im Nachbarland als "defilieren" bezeichnet wird. Marschmusik lieferte dazu die Stadtkapelle Oberviechtach. Bild: bgl
Lokales
Oberviechtach
04.09.2015
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Das ist Gastfreundschaft: Als die Delegation der Feuerwehr Eigelsberg im Innviertel nach dem Weg zum Feuerwehrfest in Wasserdobl fragte, fuhr der junge Mann mit eingeschalteter Warnblinkanlage einige Kilometer vor dem Reisebus her. Genau so schnell war er aber auch wieder verschwunden.

Auf erlebnisreiche Stunden im Nachbarland können die Mitglieder der Feuerwehr Eigelsberg zurückschauen. Aufgrund einer Einladung zum Feuerwehrfest mit Fahrzeugsegnung der österreichischen Wehr machten sich 60 Personen auf große Fahrt.

Seit Anfangs der 80er-Jahre besteht mit der Feuerwehr Wasserdobl (Innkreis Ried) in der Gemeinde Aspach eine intensive Partnerschaft. Grund dafür ist die Namensgleichheit der beiden Dörfer Eigelsberg in der Oberpfalz und Eigelsberg in Oberösterreich, die sich im Jahr 1981 gefunden haben. Seitdem gab es immer wieder Anlässe für gegenseitige Besuche, so auch das große Feuerwehrfest mit Fahrzeugsegnung in Wasserdobl.

Standkonzert

Große Wiedersehensfreude herrschte, als der Bus direkt beim "Höhwirt", dem Vereinslokal der Jubelwehr eintraf. Zum "Grüß Gott" spielten die Musiker der Stadtkapelle Oberviechtach, die im Auftrag der Eigelsberger Wehr mitgereist waren, ein Standkonzert. Wie das Sprichwort "Andere Länder, andere Sitten" besagt, konnten die Besucher viel Neues erleben. So zum Beispiel bei der "Defilierung" mit dem Fahnengruß der eintreffenden Vereine oder dem "Heimatlied", das die sechs Blaskapellen im Gemeinschaftschor anstimmten. Beim Festakt unter freiem Himmel tauschten die Feuerwehren Wasserdobl und Eigelsberg Freundschaftsgeschenke aus.

In ihren Grußworten würdigten die Zweite Bürgermeisterin Christa Zapf und Feuerwehrvorsitzender Ludwig Berger mit Stellvertreter Josef Dausch das gute Verstehen über die Landesgrenzen hinweg. Mit dem Versprechen eines baldigen Wiedersehens ging es wieder nach Hause.
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